Fachwerk verschwindet und Bäume wachsen

Der frühere Reiterhof am Honselweg wird derzeit abgebrochen.
Der frühere Reiterhof am Honselweg wird derzeit abgebrochen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Weil der Steinbruch Lasbeck größer wird, muss der zum Teil historische Baubestand des früheren Reiterhofes am Honselweg verschwinden. Dieser Bereich wird künftig zu einer grünen Lunge.

Letmathe..  Mitarbeiter der Lobbe Bau- und Abbruch GmbH haben damit begonnen, den früheren Reiterhof am Honselweg 5 abzubrechen. In etwa vier Wochen, sagte ein Mitarbeiter gegenüber der Heimatzeitung, seien die Gebäude verschwunden.

Steinbruch Lasbeck forstet Reiterhof-Grundstück auf

Auftraggeber ist die Steinbruch Lasbeck GmbH. Ihr gehört seit etwa einem Jahr das rund vier Hektar große Grundstück, das nun im Bereich der Gebäude mit Bäumen, Sträuchern und Grünflächen aufgeforstet wird. Laut Tankred Bochmann, Technik- und Vertriebsleiter der Lasbeck GmbH, setze man damit Vorgaben des Märkischen Kreises, der Unteren Landschafts- und der Unteren Forstbehörde um. „Nehmen wir an einer Stelle einen ökologischen Eingriff vor, müssen wir die Verluste an anderer Stelle ausgleichen. Zum Abbaugebiet wird die Hoffläche also nicht.“ Eine solche existiert aber ganz in der Nähe. Sie werde wohl noch im Herbst dieses Jahres in Angriff genommen. Dabei handelt es sich um den Großteil des früheren Reiterhof-Areals. Seit August 2014 hat Bochmann nach eigenen Angaben die Abbau-Genehmigung in der Tasche. Zu den Investitionskosten wollte er keine Angaben machen.

Weitgehend in Schweigen hüllt sich die frühere Mitbetreiberin des Reiterhofs, der im Sommer vergangenen Jahres seine Pforten schloss. Immerhin gab sie der Redaktion einen Hinweis auf das Alter des Fachwerkhauses, dessen Dach schon teilweise abgetragen ist. Aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stamme es, das sei ihr seinerzeit beim Kauf des Hauses mitgeteilt worden. Wieder verliert Letmathe also alte Bausubstanz, das bedauert auch Tankred Bochmann, er stellt aber klar: „Wir müssen die Gebäude auch deshalb abtragen, damit wir ausschließen können, dass in den Gebäuden Unfälle passieren.“