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Erst Iserlohn, dann Oestrich, dann die Grüne

30.01.2009 | 16:44 Uhr
Erst Iserlohn, dann Oestrich, dann die Grüne

Letmathe. Gute Nachricht mit Einschränkung für die Löschgruppen Oestrich, Unter- und Obergrüne: Der Feuerwehrausschuss hat den Neubau von Gerätehäusern für diese Löschgruppen auf Platz 2 und 3 der Prioritätenliste gesetzt. Wann aber tatsächlich gebaut wird, ist derzeit nicht abzusehen.

 Große Diskussionen hatte das Thema in der Sitzung am Donnerstag nicht ausgelöst - die Tatsache, dass die derzeitige Unterbringung in Oestrich längst nicht mehr zumutbar und ein neuer Standort für die beiden Feuerwehren in der Grüne sinnvoll ist, wird von niemandem im Ausschuss bezweifelt. Ebenso steht außer Frage, dass ein Trakt zur Unterbringung von Rettungsdienstfahrzeugen und einer neuen Einsatzzentrale an der Iserlohner Feuer- und Rettungswache dringend notwendig ist und sich deshalb ganz oben auf der Liste findet. Zur Verwirklichung dieses Projektes steht bereits ein Drittel der Baukosten von 1,5 Millionen Euro für das Jahr 2010 im Investionsprogramm der Stadt.

Fachbereichsleiter Klaus-Peter Knops wollte allerdings keine Prognose wagen, wann auch Geld für die Projekte in Oestrich und in der Grüne bereitstehen wird. „Das hängt von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt in den kommenden Jahren ab. Wir wollen allerdings das Optimale herausholen.”

Gleichwohl soll das Kommunale Immobilienmanagement die Planungen aufnehmen. Geklärt werden muss unter anderem, wo in der Nähe des jetzigen Standortes Platz für ein Oestricher Feuerwehrgerätehaus wäre. Im Fall der Grüne - dort soll das neue Gerätehaus am Sportplatz entstehen - wird bereits darüber nachgedacht, ob auch eine Begegnungsstätte für die SG Grüne einbezogen werden kann.

Auf Platz 4 der Prioritätenliste steht die Löschgruppe Drüpplingsen, für die im kommenden Jahr ein neues Löschfahrzeug angeschafft wird. Nur wird dieses nicht in die um rund 15 Zentimeter zu niedrige alte Fahrzeughalle am Asternweg passen. Deshalb ist zu untersuchen, ob ein Umbau des jetzigen Gerätehauses möglich oder ein Neubau unumgänglich ist, zumal am Asternweg auch ständiger Parkplatzmangel herrscht.

Zahlreiche Mitglieder nicht nur der betroffenen Löschgruppen verfolgten die „vermutlich bestbesuchte Sitzung aller Zeiten”, wie sich der Ausschusvorsitzende Michael Barth freute. Sie alle nutzten ebenso wie die Politiker die Gelegenheit, die neuen Räume der Löschgruppe Stübbeken in der umgebauten Feuerwache am Lennedamm zu begutachten. Vor der Sitzung hatte Claudia Zawada vom Kommunalen Immobilien-Management (KIM) den symbolischen Schlüssel an Feuerwehr-Chef Christian Eichhorn übergeben, der ihn dann an den Stübbeker Löschgruppenführer Stephan Stegmann weiterreichte.

Die Stübbeker erwiesen sich als vorbildliche Gastgeber und bewirteten den Ausschuss mit Schnittchen und Getränken, was den gut gelaunten Ausschussvorsitzenden zu der augenzwinkernden Bemerkung hinriss: „Ich hoffe, das ist jetzt überall so.”

Reinhard Köster

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Kommentare
22.01.2010
19:01
Erst Iserlohn, dann Oestrich, dann die Grüne
von leser44 | #5

Ich frage mich ernsthaft, warum so viel für den Neubau einer Einsatzzentrale ausgegeben wird,
wenn die Kreisleitstelle diese Aufgabe problemlos übernehmen könnte, wenn der Notruf aus Iserlohn einfach nach Lüdenscheid aufgeschaltet würde, wie es in zu 99% aller kreises des Landes NRW üblich ist. Warum diese Sonderpostition???
Und das in diesen schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen!!!

31.01.2009
16:03
Erst Iserlohn, dann Oestrich, dann die Grüne
von Smokediver78 | #4

Oder hinterher behaupten es wäre leider aus finanziellen Gründen nicht machbar.Oder eine ähnliche Begründung. Kennt man ja.

@ renatelli,
ist richtig, für die LG Oestrich wird es höchste Zeit, die Zustände sind schlicht unzumutbar.

31.01.2009
15:46
Erst Iserlohn, dann Oestrich, dann die Grüne
von raweristo | #3

Einfach toll, was man sich so alles einfallen lässt, wenn die Wahlen vor der Tür stehen.
Allerdings habe ich so meine Zweifel, was eine Begegnunsstätte für die SG Grüne angeht - warum eigentlich nur für die Fußballspieler, es gibt noch weitere (Sport-)Vereine in der Grüne - weil man vor vielen Jahren (lange, lange ist es her...), als auch eine Wahl anstand, eine (Dreifach-)Turnhalle am Steinbruchstadion geplant hatte.
Aber so sind sie, unsere Politiker! Schließlich kann man sich doch einmal versprechen. Oder?.

31.01.2009
08:07
Erst Iserlohn, dann Oestrich, dann die Grüne
von zukunft800 | #2

Es sind in Iserlohn keine 2,7 Millionen Euro Verlust mit Zinswetten gemacht worden. Bisher gibt es durch die sogenannten Swaps gar keinen Verlust. Es gibt sogar einen kleinen Gewinn. - Richtig ist aber auch, dass die Stadt sich aufgrund des Verlustrisikos von den Swaps getrennt hat und sich stattdessen (sozusagen als Ausgleich) verpflichtet hat, bestimmte Zinssätze bei zukünftigen Kreditaufnahmen zu bezahlen. Erst wenn man den möglichen Zinssatz am Tage der Kreditaufnahme mit dem Zinssatz vergleicht, zu dem man sich beim Abstossen der Swaps verpflichtet hat, weiss man, ob es einen Verlust geben wird und wie hoch er ist.

30.01.2009
19:29
Erst Iserlohn, dann Oestrich, dann die Grüne
von renatelli | #1

Hätten sie nicht rund 2,7 Millionen Euro durch Zinswetten vergeudet so könnten sie ein Oestricher Feuerwehrgerätehaus schon länst in Angrif nehmen. Stehen wider Wahlen an und dann möchten sie natürlich alles machen. Denn das ist schon lange notwendig. Bis neulich

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