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Erholungsgebiet statt Wohnen an der Lenne

21.01.2010 | 16:39 Uhr
Erholungsgebiet statt Wohnen an der Lenne

Letmathe. Ein Radweg als Teil der Lenneroute - das wäre schon eine tolle Sache für Genna”, sagen Hubert und Cornelia Rittmeier. Auch für eine bessere Zugänglichkeit des Naturschutzgebiets Helmke kann sich das Ehepaar, das den Friseursalon an der Bahnhofstraße betreibt, erwärmen.

Die Heimatzeitung hat mit Gennaer Bürgern und Firmen über die Zukunft des Stadtteils gesprochen. Und sie hat mit Cornelia und Hubert Rittmeier ein Ehepaar gefunden, dass sich für eine Reihe von Veränderungen begeistern kann. So möchten die Rittmeiers einen neuen Radweg gerne auch mit Spazierwegen für Erholungssuchende verbunden wissen. Sie können sich zum Beispiel vorstellen, dass man das Gebiet der Lenneauen zwischen altem Ferngasgelände, Laurenzisbrunnen und Fluss naturnah gestaltet und mit Wegen und Stegen ausstattet. Dieses schöne Flussufergelände wäre aus ihrer Sicht für eine Wohnbebauung zu schade.

Der Radweg müsste nach Rittmeiers Meinung nicht unbedingt überall direkt am Fluss entlangführen. Er könnte auch über die auszubauende Bergstraße verlaufen. Von einem Ponton-Cafe´ auf der Lenne halten sie gar nichts. „Das ist doch utopisch”, sagt Hubert Rittmeier, der seit seiner Geburt, und das ist 72 Jahre her, in Genna wohnt und arbeitet.

Was dringend not tut, wäre die Sanierung des Bahnhofs, sind sich die Rittmeiers einig. Von der Gleisunterführung bis zur Bahnhofsuhr, die seit langem fehlt, besteht großer Bedarf. Außerdem gibt es noch einige Grundstücke im Bereich der Gennaer Straße vom alten Bahnbetriebswerk an bis zum türkischen Festsaal, wo etwas zu tun wäre, um das Stadtbild zu verschönern.

Ansonsten aber sind Cornelia und Hubert Rittmeier sehr zufrieden mit ihrem Stadtteil. Es gibt viele hübsche Häuser, und die Kinder können draußen spielen. Auch zwischen den Alteingessessenen und den Zugewanderten aus fremden Ländern herrscht weitgehend ein gutes Verhältnis.

Ein bisschen mehr öffentliches Leben könnte dem Stadtteil allerdings nicht schaden, räumt Hubert Rittmeier ein. Er blickt gern auf die Zeit vor 40 oder 50 Jahren zurück, als es in Genna noch fünf Bäcker- und vier Lebensmittelgeschäfte gab.

Helmut Rauer

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