Erfolgreiche Jagd auf die Schwarzkittel
02.04.2009 | 14:50 Uhr 2009-04-02T14:50:00+0200
Letmathe. Gold, Silber und Bronze gab es bei der Trophäenschau des Letmather Hegerings in der Gaststätte „Haus Höynck.
Mit dem Edelmetall wurden drei Waidmänner geehrt, die im vergangenen Jahr besonderes Jagdglück hatten und in ihren Revieren Rehböcke erlegt hatten, die nach der Bewertung durch Stadtförster Horst Stamm (Menden) für preiswürdig erachtet wurden.
Die Gold- und Bronzemedaille gingen an Horst Beutler (Revier Stenglingsen), die Silbermedaille an Willi Höynck (Revier Letmather) und die Hegeringmedaille für den ältesten erlegten Bock an Richard Stracke (Revier Lössel). Da Stracke erkrankt war, nahm stellvertretend für ihn Waidmann Dirk Bertelt die Auszeichnung entgegen.
In der Bewertung ist Horst Stamm ein wahrer Experte. Der Ehrenhegeringleiter des Hegerings Menden erläuterte die Gehörne der erlegten Rehböcke und fand auch einige kritische Anmerkungen: „Es wäre besser gewesen, wenn bei diesem Bock die Kugel den Lauf nicht verlassen hätte, dieses Stück Wild hätte sich in den nächsten Jahren sicherlich gut entwickelt”.
Der Letmather Hegeringleiter Gregor Athens erläutete in seinem Vortrag, wie sich der Bestand der einzelnen Wildarten und die Abschusszahlen im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben.
Die Überraschung des Abends war der Bericht über das Schwarzwild. Während es in der Vergangenheit immer so war, dass nach einem ertragreichen Jagdjahr ein ehrer „maues” Jahr folgte, ist erstmals eine Änderung des Trends erkennbar. Nach 104 Wildschweinen im Jahr 2007 wurden in den vergangenen 12 Monaten 175 Wildschweine erlegt. Dies verdeutlicht einmal mehr, wie sehr der Wildschweinbestand zugenommen hat und es nur durch eine konsequente Bejagung möglich ist, die steigenden Wildschäden auf Feldern, Wiesen und auch Vorgärten sowie die Gefahr der Schweinepest in den Griff zu bekommen.
Bei den weiteren Wildarten wie Fuchs, Hase und Kaninchen gab es keine Überraschungen.
Neben den Wildschweinen wurden auch die Rehe durch Athens in den Fokus gerückt. In den Jagdbezirken des Hegerings Letmathe wurden 2008 ins gesamt 147 Rehe geschossen. Hinzu kommen noch 57 Rehe, die dem Straßenverkehr zum Opfer fielen. Somit stirbt jedes 4. Reh bei einem Wildunfall. Diese Zahl hat sich in der Vergangenheit mehr oder weniger konstant gehalten, trotz Warnschilder an den Straßen und Hinweisen in der Presse. Abgerundet wurde die Trophäenschau durch einen Vortrag von Maik Löppers. Er ist als Präparator tätig und vermittelte Informationen über seine Arbeit.
15:38
Das war eine sehr schöne Versammlung! Vielen Dank für die Nennung im Artikel aber bitte korrigieren Sie doch meinen Nachnamen.
Mit freundlichem Gruß Ihr Tierpräparator Maik Löpers.