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Ende der Tempobolzerei auf dem Schälk in Sicht

31.07.2007 | 23:35 Uhr

Schälk. Die "mechanisch-akustischen Bremsen" - im Volksmund auch "Rüttelstrecken" genannt - sollen ab Herbst die Flut der rasenden Motorradfahrer zwischen Schälk und Ergste eindämmen.

Darauf einigten sich bei einem gestrigen Ortstermin Vertreter der "Bürgerinitiative B 236", der Polizei, des Landesbetriebs Straßen NRW und der "Biker-Union".

Die "Rüttelstrecke" ist 50 Zentimeter breit und verläuft über die gesamte Fahrbahn. Zunächst werden zwei Blöcke aufgebracht, nach weiteren 20 Metern fünf. Insgesamt werden auf dem Streckenabschnitt vier "Rüttelstrecken" installiert. Die Standorte: Vom "Gasthof Schälk" kommend vor der ersten Rechtskurve, im Bereich der Gaststätte "Grüner Krug" , dann etwa 100 Meter vor der Einmündung Michaelisweg und eine letzte im Bereich der Gaststätte "Hiddemann im Spiek". Auf die Hindernisse wird durch Schilder frühzeitig hingewiesen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 40 000 Euro.

Bevor die Standorte gestern festgelegt wurden, unternahmen Motorradpolizisten und auch Biker einige Testfahrten mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dazu Christian Görlitz, Vertreter der "Biker Union" vom Regionalbüro Hamm: "Wir sind mit dieser Maßnahme einverstanden, denn es liegt auch in unserem Interesse, die "schwarzen Schafe" in unserer Szene in die Schranken zu weisen. Wichtig ist es für uns, dass wir weiterhin fahren können, denn ein Fahrverbot ist immer die schlechteste Lösung".

Die "Biker Union" existiert seit 20 Jahren und repräsentiert die größte Biker-Interessenvertretung in der Bundesrepublik Deutschland. Das Gespräch der Biker mit der Polizei und den Vertretern der Bürgerinitiative verlief äußertst konstruktiv, es gab keine gegenseitigen Vorbehalte oder Vorwürfe.

Sowohl Christian Görlitz, als auch Biker Union-Mitglied Ralf Schwarz vom BU-Stammtisch Dortmund machten noch einmal deutlich, dass der BU viel daran liegt, die Akzeptanz der Biker bei anderen Verkehrsteilnehmern zu fördern und Vorbehalte abzubauen.

Noch vor der Installation der "Rüttelstrecke" möchten die Vertreter der Biker Union dazu beitragen, dass sich die Motorradfahrer an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. Daher wird man sich an einem August-Sonntag bei gutem Wetter mit der Polizei Hagen an der B 236 treffen. Zu schnelle Biker werden dann von der Polizei gestoppt und dann wird man sich, so Christian Görlitz, "mit dem Temposünder mal von Motorradfahrer zu Motorradfahrer unterhalten".

Zudem vereinbarten die Motorradfahrer und die Bürgerinitiative einen Erfahrungsaustausch, welche Auswirkungen die "Rüttelstrecke" auf die Tempobolzerei gehabt hat.

Auf eins wies Michael Vosloh vom Landesbetrieb Straßen NRW aber noch hin: Die Bewohner des Schälk müssen sich nach der Installation der "Rüttelstrecke" auf einen Geräuschpegel einstellen.

"Fahren beispielsweise leere Lastwagen über das Hindernis, rumpelt es doch etwas". Aber dass sieht die Bürgerinitiative ziemlich gelassen.

Von Hartmut Becker

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Kommentare
06.06.2008
19:00
Ende der Tempobolzerei auf dem Schälk in Sicht
von xyr1300 | #1

Es gibt auch Motorradfahrer, die sich an die vorgeschriebene Tempobegrenzung halten und einfach das Fahren geniessen !

Habe etwas tolles ins Netz gestellt !

Lest und seht selbst ( die Videos ) !

http://www.landzusteller.de/html/huppel__s___.html

Dann wisst Ihr wie es am Schälk ist !

mfg H-J

Ps.: Es gibt zwei Ausflugslokale, wo man preiswert Essen und Trinken kann das eine davon, der Grüner Krug, sogar mit Sonnenterasse direkt an der Strasse! Da könnt Ihr zwischen Bekloppten und Normalos bei den Motorradfahrern unterscheiden !

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