Eine Bereicherung für den Hegering

Zu Beginn des Festaktes auf dem Gut Böckelühr intonierten das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Letmathe zusammen mit den zum Jubiläum angereisten Korps das Signal „Begrüßung“.
Zu Beginn des Festaktes auf dem Gut Böckelühr intonierten das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Letmathe zusammen mit den zum Jubiläum angereisten Korps das Signal „Begrüßung“.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Das Bläserkorps des Letmather Hegerings hat einen runden Geburtstag gefeiert.

Bürenbruch..  Die blank polierten Jagdhörner blitzen am Samstag auf Gut Böckelühr in der Sonne um die Wette und als die anwesenden Bläserkorps das Signal „Begrüßung“ erschallen ließen, sorgte dies bei den Besuchern für Gänsehaut, denn wann hört man es schon einmal, wenn rund 80 Jagdhornbläser gemeinsam musizieren?

Formation eine Bereicherung für den Hegering Letmathe

50 Jahre Jagdhorn-Bläserkorps im Hegering Letmathe: diesen runden Geburtstag feierte das Korps unter dem Dirigat von Ulrich Imhoff mit vielen Gästen, die trotz der Hitze den Weg zum „Immenhof“ gescheut hatten. Imhoff begrüßte das „Ruhrtaler Bläserkorps“, das „Bläserkorps Glandorf“, das „Bläserkorps Sauerland (Altena)“, das „Bläserkorps Hennen“ sowie die Parforcehornbläser aus Spenge. Ein herzliches Willkommen galt auch Martina Watermann, der Vorsitzenden der Kreisjägerschaft im Märkischen Kreis.

In seiner Rede blickte Imhoff zurück auf die Geschichte des Korps, die 1965 begann.

Bereits einige Jahre früher hatten sich mit Klaus Büff, Alfred Schütte, sowie Günter und Josef Kurzhöfer vier Waidmänner gefunden, die gemeinsam Jagdsignale üben wollten. Ihr Ziel war es, Jagden, Hegeringsabende, Geburtstage, Hochzeiten und auch Beerdigungen mit ihren Hörnern musikalisch zu begleiten. Unterstützt wurden sie vom damaligen Hegeringsleiter Bertold Stockbauer, bei den Bläsern nur „Onkel Bertold“ genannt. Weitere „jüngere“ Jäger schlossen sich an, und so wurde am 7. Oktober 1965 offiziell das Bläserkorps gegründet. Erster Leiter war Alfred Schütte, der dem Korps in seiner 11-jährigen „Amtszeit“ viele Impulse geben konnte. Sein Nachfolger wurde der Lehrer Rudolf Ludwig.

Bereits 1967 trat die Formation bei einem Landeswettbewerb an, leider „wegen mangelnder Erfahrung“ ohne Erfolg. Mit eisernem Fleiß wurde weiter geübt und dann ging es Schlag auf Schlag: In den Folgejahren wurden einmal Bronze, einmal Silber und 14 Mal Gold gewonnen!

In der ersten Satzung sind folgende Gründungsmitlieder ausgewiesen: Klaus Büff, Karl Eisermann, Hubert Gerbe, Werner Hövel, Günter Kurzhöfer, Manfred Rappert, Julius Reinartz, Alfred Schütte, Karl Stanowski und Richard Stracke.

Das Korps entwickelte sich musikalisch stetig weiter, Märsche und konzertante Stücke wurden eingeübt. Dafür wurden sogar Ventil- und Parforcehörner angeschafft. Unvergessen sind die öffentlichen Auftritte beispielsweise bei der „Grüner Woche“ in Berlin, oder bei Hubertusmessen in der Kilianskirche. Pfarrer Frank Niemeier ist dem Korps als Waidmann und Hegeringsmitglied freundschaftlich verbunden. Er hatte am Samstag das Totengedenken übernommen. Nicht nur durch das Jagdhornblasen, sondern auch durch seine weiteren Aktivitäten wie Schießwettbewerbe, Sommerfeste, Karnevalsfeiern oder Bläserjagden ist das Bläserkorps als positive Kraft innerhalb des Hegerings nicht mehr wegzudenken.