Ein Haus für die Letmather Jugend

Nach langer Umbauphase wurde der städtische Jugendtreff Letmathe in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule mit einem Fest eröffnet.
Nach langer Umbauphase wurde der städtische Jugendtreff Letmathe in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule mit einem Fest eröffnet.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Seit einigen Monaten wird er schon rege genutzt. Doch offiziell eröffnet wurde der städtische Jugendtreff Letmathe erst jetzt am Freitag - leider bei Regenwetter.

Letmathe..  „Dies ist euer Haus, und es kommt auf eure Wünsche an, ihr sollt es mit Leben füllen!“ Mit diesen Worten hat Ronny Badtke, Leiterin der städtischen Jugendabteilung, klargestellt, wer in den am Freitag offiziell eröffneten Jugendräumen in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule die Hauptpersonen sind: die Jugendlichen.

Damit sind nicht etwa nur die 25 Mädchen und Jungen gemeint, die sowieso schon immer kommen, um hier Hausaufgaben zu machen. Und es ist auch nicht nur der kleine Kreis von 12 bis 15 Jugendlichen, die nach den Hausaufgaben bleiben, um Kicker oder Playstation zu spielen oder gemeinsam zu kochen. Das Haus steht für alle jungen Leute ab sechs Jahren offen.

Nicht nur Abhängen, auch eigene Ideen sind gefragt

Nicht nur Chillen, Kickern und Wii-Spielen sind angesagt. Jeder kann eigene Ideen mitbringen. So gibt es Fußballfreaks, die auf dem nahen Bolzplatz kicken. Und es gibt - als Besonderheit - die Letmather Fahrradwerkstatt, auch „Bike-Station“ genannt. Hier treffen sich die „Dirt-Biker“, die Spaß daran haben, akrobatisch mit Fahrrädern über Erdhügel zu springen. 15 bis 20 Jungen sind jede Woche regelmäßig am Start oder an der Werkbank mit ihren Rädern.

Die Eröffnung war kein Tag der großen Reden und Auftritte, sondern ein fröhliches Fest. Die Spitzen von Rat und Verwaltung waren nicht erschienen. Einige wenige Ratsmitglieder und andere Erwachsene nutzten die Gelegenheit, sich bei einer kleinen Führung zu informieren. Aus Letmathe, aber auch aus Iserlohn kamen ein paar Jugendliche. „Mal gucken, was hier so angeboten wird“, sagte der 18-jährige Erkal, der das Jugendzentrum am Karnacksweg kennt und auf Letmathe neugierig war. Höhepunkt war am Abend ein Konzert der Band „Auf anderen Wegen“.

„Wir sind froh, dass wir jetzt alle städtischen Jugendangebote für Letmathe hier unter einem Dach haben,“ freute sich die Leiterin des Jugendtreffs, Sabine Ebbinghaus. Außer ihr gehören zum Mitarbeiterteam Natascha Laurenzis-Trampenau, Michaela Kamerman, Kirsten Kanzler und Sören Fröling. Für sie alle gilt, was Ronny Badtke zu den Jugendlichen gesagt hat: „Ihr sollt das Haus mit Leben füllen, wir sind nur da, euch zu unterstützen.“