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Eigenleistung der Schützen hoch gelobt

16.04.2009 | 15:17 Uhr
Eigenleistung der Schützen hoch gelobt

Grürmannsheide. Wenn engagierte Vereinsmitglieder an einem Strang ziehen, dann läßt sich auch ein ehrgeiziges Projekt wie die aufwändige Renovierung eines Gebäudes realisieren.

Beim BSV Grürmannsheide ist dies geschehen. Die „Alte Schule” an der Rotehausstraße ist ein schmuckes Vereinsheim geworden, auf das die Schützen stolz sein können.

Über das Engagement der Grürmannsheider Schützen informierten sich am vergangenen Mittwoch hochkarätige SPD-Politiker: Die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag, der SPD-Landratskandidat Michael Rolland, der SPD-Kreistagskandidat für den Bereich Letmathe, Jörg Wagner und der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler.

Im Jahr 2004 hatte der BSV Grürmannsheide das Gebäude von der Stadt Iserlohn gepachtet und seit dieser Zeit unzählige Sach- und Arbeitsleistungen in die Immobilie gesteckt. Wie formulierten es der BSV-Oberst Johannes Nolte und der BSV-Vorsitzende Ralf Breer treffend: „Von dem Geld hätten wir auch auf der grünen Wiese ein neues Vereinsheim bauen können”. Nolte schätzt, dass bisher rund 175 000 Euro in die Renovierung geflossen sind. Noch bis 2012 wird der BSV das Gebäude pachtfrei nutzen können, danach werden die Schützen wieder Miete an die Stadt zahlen müssen. Wie hoch die sein wird, konnten die Schützen nicht sagen. „2012 wird das Gebäude neu bewertet, die Sach- und Arbeitsleistungen fließen dabei mit ein. An dem Ergebnis wird sich dann die Pacht orientieren”, so die Schützen.

Natürlich zieht der Schützenverein auch Einnahmen aus dem Gebäude, so ist beispielsweise im Obergeschoss eine Wohnung vermietet und das urige Kellergewölbe kann für Feiern gemietet werden. „Die Auslastung ist gut”, so Ralf Breer, „fast an jedem Wochenende feiern bei uns Vereine oder Familien”.

Die Renovierung des geschichtsträchtigen Gebäudes birgt aber auch leider unliebsame Überraschungen. So zog Feuchtigkeit durch die nicht isolierte Außenwand in den Keller. In mühevoller Arbeit haben die Schützen nun einen Graben rund um das Gebäude gezogen, um das Mauerwerk trocken zu legen.

Doch nicht nur das Vereinsheim, auch der neue Schießstand weckte das Interesse der Politiker. Schießmeister Ernst Holzrichter, Zeugwart Peter Förster und der 2. Schießmeister Wolfgang Schneider erläuterten den Gäste die Ausstattung.

Neben den „traditionellen” Bahnen verfügt der Schießstand auch über eine moderne „Laser-Schießvorrichtung”. Dort können Schützen mit einem Lasergewehr Schüsse auf ein Ziel abgeben und am Computer kann der Schütze danach den Weg von Kimme und Korn ins Ziel verfolgen und gegebenenfalls Zielfehler korrigieren.

Die Einladung der Schützen an Dagmar Freitag mit dem Lasergewehr einen Schuss abzugeben, lehnte die Bundestagsabgeordnete dankend ab. „Schießen ist einfach nicht mein Ding, genauso wenig wie Golf-Spielen. Die einzige ,Pistole', die ich in der Hand hatte, war eine Wasserpistole, mit der ich meinen Bruder nassgespritzt habe”, erzählte sie lachend. „Selbst Hermann-Josef Moneke, Oberst und 1. Vorsitzender der Schützenbruderschaft St. Sebastian Sümmern, hat es nicht geschafft, mich ans Gewehr zu bekommen, obwohl er mein Nachbar ist”, so Dagmar Freitag weiter.

Hartmut Becker

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