Drei Hektar mehr für den Steinbruch
06.02.2012 | 18:05 Uhr 2012-02-06T18:05:00+0100
Lasbeck. Der Lasbecker Steinbruch soll erneut vergrößert werden. Die Betreiberfirma hat jetzt eine Erweiterung um zusätzliche drei Hektar beantragt.
Wie von der Stadt Iserlohn zu erfahren war, liegt dem Märkischen Kreis ein entsprechender Antrag vor. Der Planungsausschuss der Stadt Iserlohn wird sich voraussichtlich am 14. März mit dem Thema befassen.
Es geht nicht um eine Erhöhung der jährlichen Abbaumengen. „Die sollen gleich bleiben“, bestätigt Umweltamtsleiter Herbert Goldmann im Gespräch mit der Heimatzeitung. Was sich aber sehr wohl ändern soll, ist der Zeitraum, in dem der Steinbruch für den Abbau genutzt werden kann.
Nach der zuletzt erteilten Genehmigung aus dem Jahr 2002 dürfen 25 Hektar genutzt werden, so dass die wertvolle Grauwacke bis ins Jahr 2027 abgebaut werden kann. Die zusätzlichen drei Hektar, die aktuell beantragt werden, sollen vor allem dazu dienen, die für den weiteren Abbau notwendigen Wege innerhalb des Steinbruchs anzulegen. Da sich die Abbruchkante stellenweise rund 200 Meter über der untersten Sohle erhebt, wird für die sich schlängelnden Transportwege viel Platz benötigt.
Sind die Wege aber geschaffen, kann das Gestein in großen Mengen effektiv abgebaut werden. So ist zu erklären, dass drei Hektar zusätzliche Fläche genügen, um die Nutzungsdauer des Steinbruchs - wie jetzt beabsichtigt - um weitere zehn Jahre bis 2037 zu verlängern.
Herbert Goldmann ist nicht erfreut, wenn Erweiterungsanträge im Abstand von einigen Jahren aufeinander folgen. Erfahrungen aus anderen Steinbrüchen im Stadtgebiet haben bei ihm den Eindruck einer Salamitaktik hinterlassen. Das Verhältnis der Stadt zur „Steinbruch Lasbeck GmbH“, einer Tochterfirma des „Eurovia“-Konzerns, lobt er aber als „nicht schlecht“. Das Unternehmen habe gleich nach der Übernahme des Steinbruchs im Jahr 2005 das Gespräch mit der Stadt gesucht. Und aus der Lasbecker Bevölkerung seien ihm seitdem keine Beschwerden bekannt geworden, zumindest nicht in der Dimension wie in früheren Jahren.
Dennoch wird die Stadt laut Goldmann im Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung der Frage nachgehen, ob es zu höheren Belastungen etwa durch Staub und Erschütterungen kommt. Auch Eingriffe in Natur und Landschaft müssten gering gehalten und wirksame Ausgleichsmaßnahmen festgeschrieben werden.
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