Dirtbike-Park kommt noch vor den Sommerferien

In der Fahrradwerkstatt an der Von-der-Kuhlen-Straße stellte die Stadt Iserlohn das Konzept des Dirtbike-Parks vor. Noch vor Beginn der Sommerferien soll er fertig sein.
In der Fahrradwerkstatt an der Von-der-Kuhlen-Straße stellte die Stadt Iserlohn das Konzept des Dirtbike-Parks vor. Noch vor Beginn der Sommerferien soll er fertig sein.
Foto: IKZ

Letmathe..  „Dirtbike“ ist das Stichwort, das zahlreiche Letmather Jugendliche elektrisiert.Dahinter verbergen sich zunächst einmal Mountainbikes, die sich allerdings von gewöhnlichen Geländefahrrädern unterscheiden. Die Rahmen sind kleiner und wo immer es möglich ist, wird Gewicht eingespart. Die Räder eignen sich hervorragend zum Überspringen von Erdhügeln – und das wird ab Sommer auch im Dirtbike-Park am Lenneufer möglich sein, der unterhalb der alten Kreisbahnbrücke entsteht.

Ein Dirtbike-Park für alle Bevölkerungsgruppen

Am Mittwoch stellte die Stadt das Projekt in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule vor. Der Ort war kein Zufall – dort ist nämlich die Fahrradwerkstatt untergebracht, in der sich die jugendlichen Dirtbiker regelmäßig treffen. Als Experten in eigener Sache haben sie großen Einfluss auf die Planung des Parks gehabt, der im Mai Formen annehmen und noch vor den Sommerferien genutzt werden soll. Ihnen steht der Kölner Landschaftsarchitekt Ralf Maier zur Seite, der schon mehrere solcher Projekte umgesetzt hat. „Die Anlage wird etwa 300 Meter lang und besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: einer 120-Meter-Strecke für Anfänger, und einer ebenso langen Strecke für Fortgeschrittene. Hinzu kommen etwa 60 Meter, die für beide geeignet sind“, beschreibt Maier. Auf diesen Strecken entstehen Erdhügel, die mit dem Rad übersprungen werden müssen. „Der Vorteil ist, dass die Hügel veränderbar sind. Im Prinzip wird der Dirtbike-Park also nie endgültig fertig.“

Maiers Ausführungen sind nicht nur von den Jugendlichen, sondern auch von städtischer Seite mit großem Interesse verfolgt worden. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens bezeichnete den Dirtbike-Park jetzt schon als einen Höhepunkt am Lenneradweg und Baudirektor Mike Janke freute sich, dass mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, da nicht nur der lang gehegte Wunsch der Jugendlichen in Erfüllung gehe. Endlich verschwinde zudem der Japanische Knöterich. Es sei eine echte Herausforderung gewesen, des Gewächses Herr zu werden. Einen ganz anderen Punkt sprach Szene-Kenner und Fahrrad-Experte Sören Fröhlich an. „Alle sehen den Park. Sonst liegen sie häufig sehr versteckt.“ 90 000 Euro werden bis zum Sommer am Lenneufer investiert, Geldgeber sind neben der Stadt das Land NRW und die EU. Soviel Geld für eine Anlage, die den Jugendlichen zwar jetzt am Herzen liegt, aber irgendwann vielleicht nicht mehr? Die Planer haben weiter gedacht. „Es gibt keine Zielgruppe“, betont Maier. „Die Anlage können alle Altersklassen nutzen.“

Eher andächtig als aktiv hören die Jungen zu. „Wir fahren jetzt noch in Winterberg oder Warstein, früher auch mal illegal in Genna“, sagt Fabian (14). Damit ist bald Schluss.