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Die schlechteste Freibadsaison seit Jahren

28.08.2011 | 19:55 Uhr
Die schlechteste Freibadsaison seit Jahren
Die Freibad-Saison 2011 im Aquamathe war die schlechteste seit Jahren. Demgegenüber verzeichnete die Sauna ein Besucher-Plus von 15 Prozent. Foto: Michael May

Letmathe.„Dieser Sommer ist Käse. Die Freibadsaison 2011 ist die schlechteste seit vielen Jahren“, zieht Martin Luig, Betriebsleiter des Aquamathe, im Gespräch mit der Heimatzeitung Bilanz.

Rund 6000 Besucher kamen vom 9. Juni bis zum Wochenende an die Aucheler Straße, um von morgens früh bis abends im großen Becken zu schwimmen und zu planschen oder auf der großen Wiese in der Sonne zu liegen, wenn sie denn zu sehen war. Mit von der Partie waren auch die DLRG-Schwimmer und die Mitglieder des Schwimmvereins Albatros, die bei jedem Wetter das Freibad zum Training nutzten: „Denen ist es egal, ob es regnet oder die Sonne scheint“, weiß Martin Luig.

„Mit Ausnahme des Jahres 2007, als nur rund 8000 Schwimmer kamen, hatten wir immer fünfstellige Zahlen. Im vergangenen Jahr etwa 33 000 Besucher. In den elf Jahren, in denen ich jetzt hier bin, habe ich so eine Saison noch nicht erlebt.“ Im Vergleich zum Vorjahr war das Freibad aber auch vier oder fünf Wochen weniger geöffnet. Das hing auch mit einem Wasserschaden im Pumpenkeller zusammen (wir berichteten).

Der überwiegend kühle und nasse Sommer sorgte andererseits für eine 15-prozentige Steigerung der Besucherzahlen in der Sauna des Aquama­the. Wenn in normalen Sommermonaten rund 1000 Besucher zum Schwitzen kommen, waren es im Juli sogar über 1500 Männer und Frauen. „Das machte so ein bisschen die Einnahmenverluste wett“, sagte Martin Luig.

Die Bädergesellschaft investierte zum Jahresbeginn 13 000 Euro in die Beseitigung der Frostschäden. Die neue Videoüberwachung schlug mit 10 000 Euro zu Buche. Sie habe sich aber bezahlt gemacht, erklärt der Betriebsleiter. In den vergangenen beiden Jahren hatten nächtliche Besucher in den Sommermonaten die Wände des Aquamathe mit Graffiti beschmiert und viel Unrat nach Trinkgelagen hinterlassen, darunter auch reichlich Scherben. Die Mitarbeiter fischten auch, wie berichtet, etliche leere Flaschen aus dem Wasser. Die Graffiti-Schmierereien wichen einem blauen Anstrich.

In diesem Jahr wurde der Sprungturm für 5000 Euro saniert. Er bekam einen neuen blauen Anstrich sowie einen neuen Harzbelag, der mit Quarzsand abgestreut wurde und erhielt somit eine Antirutschoberfläche.

Im Hallenbad ließ die Bädergesellschaft drei großflächige Fenster austauschen, die im Laufe der Jahre „blind“ und unansehnlich geworden waren. Kostenpunkt: rund 10 000 Euro.

Ab Montag, 29. August, öffnet wieder das Hallenbad des Aquamathe zu den normalen Zeiten.

Von Cornelia Merkel

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