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Die Grenze des Zumutbaren ist nah

25.03.2008 | 14:22 Uhr
Die Grenze des Zumutbaren ist nah

Oestrich. Schon beim Oestricher Neujahrsempfang hatte Vizebürgermeister Michael Scheffler die unzureichende Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr im Dorf beklagt.

In seiner Eigenschaft als SPD-Ratsherr hat Scheffler jetzt nachgehakt und das Gerätehaus der Löschgruppe an und unter der Turnhalle an der Kirchstraße besichtigt.

Begleitet wurde er dabei von seinem Fraktionskollegen und Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Letmathe, Olaf Hennecke. Löschgruppenführer Jörg Berge, Oberbrandmeister Michael Ettemeyer sowie Brandmeisterin Verena Berge führten die beiden Politiker durch Fahrzeughalle und Schulungsraum, wobei sie auf viele der offensichtlichen Missstände nicht groß hinzuweisen brauchten. Grundproblem in der Halle ist die räumliche Enge, wo zwei Fahrzeuge hintereinander stehen müssen. Umkleideräume fehlen ganz, die Spinde finden sich an der Wand, die Feuerwehrleute müssen sich unmittelbar neben den Fahrzeugen umziehen - die Frauen in der Löschgruppe übrigens quasi in Tuchfühlung mit den Männern. Weibliche Feuerwehrleute sind nicht zimperlich, aber wenn das Umziehen bei geöffnetem Rolltor stattfinden muss und von draußen neugierige Pasanten in die Halle spähen, ist selbst für eine hartgesottene Brandmeisterin die Grenze der Zumutbarkeit in absoluter Nähe.

Jörg Berge wies darauf hin, dass das Kommunale Immobilien Management (KIM) der Stadt um die Zustände im Gerätehaus weiß, und in einigen Punkten bereits Abhilfe zugesagt worden ist. So sollen die Innenwände und der Boden der Halle einen neuen Anstrich erhalten, ebenso ist die Reparatur des kaputten Rolltores, das sich nur mit enormen Kraftaufwand öffnen lässt, in Aussicht gestellt. Wirkliche Verbesserungen, die den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr für junge Leute auch von der räumlichen Ausstattung halbwegs attraktiv machen würde, könne nur ein An- oder besser noch ein Neubau bringen, so Michael Scheffler und Olaf Hennecke nach dem Rundgang zur Heimatzeitung. Die Vertreter der Löschgruppe mochten da nicht widersprechen.

Reinhard Köster

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