Dicht gedrängt rund um die Flammen

Vor einem wunderschönen Panorama hatten sich rund 500 Besucher beim Osterfeuer des Ortsrings Oestrich.
Vor einem wunderschönen Panorama hatten sich rund 500 Besucher beim Osterfeuer des Ortsrings Oestrich.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Traditionelles Gemeinschaftserlebnis: Die Osterfeuer in Letmathe waren allesamt hervorragend besucht.

Letmathe..  „Das Letmather Netzwerk funktioniert“, waren sich am Samstagabend Eckbert Wunderlich (LTV) und Eckhard Hoffmann (ASSV) einig. „Zwei aus Letmathe – zwei für Letmathe“ heißt beim Osterfeuer schon seit dem vergangenen Jahr das Motto, als die beiden großen Sportvereine erstmals gemeinsam zum großen Feuer auf dem Schotterplatz neben dem Waldstadion eingeladen hatten. Mit Unterstützung von KAB und Kolping beim Aufbau der Zelte hatten die beiden Vereine erneut eine Veranstaltung von volksfestartigen Ausmaßen auf die Beine gestellt, die auch wieder ein großes Publikum anzog. „Die Zusammenarbeit funktioniert bestens“, lobten beide Seiten die gute Kooperation und bezeichneten sich als eine große Sportlerfamilie. Schon am frühen Abend war der Festplatz bestens gefüllt, und zu den Klängen von Richard Strauss’ „Also, sprach Zarathustra“ hat die Freiwillige Feuerwehr dann den riesigen Reisighaufen entzündet. Danach wurde zu Schlagermusik vom DJ-Wagen noch lange gefeiert.

Entscheidung für die Ökumene lohnt sich

„Alles läuft perfekt“, freute sich Michael Hillebrand am Sonntagabend. Denn nachdem ihm die Wetterkapriolen der vergangenen Tage doch einige Sorgenfalten auf die Stirn gezaubert hatten, durfte sich der Organisator nicht nur über einen hervorragenden Besuch beim ökumenischen Osterfeuer unterhalb der Saatschule in der Grüne freuen, sondern auch – der kalten Witterung zum Trotz – über einen enormen Publikumszuspruch. Seit drei Jahren zeichnet Hillebrand, der sich auch im Gemeindeausschuss der katholischen Pfarrgemeinde Herz-Jesu Grüne engagiert, für die Traditionsveranstaltung verantwortlich, die Ende der 80er Jahre von der Kirchengemeinde ins Leben gerufen worden war.

Erstmalig hatte er am vergangenen Wochenende die evangelische Christus-Kirchengemeinde mit ins Boot geholt. Eine Entscheidung zu Gunsten der Ökumene, die sich auf jeden Fall lohnen sollte – sowohl atmosphärisch als auch zahlenmäßig. „Die Konfirmanden haben bei der Vorbereitung prima mitgeholfen, und auch die kleine Ansprache der beiden Geistlichen der Gemeinden vor dem Entzünden des Feuers war sehr stimmungsvoll“, berichtet Hillebrand, der sich bei dem Osterfeuer außerdem sehr angetan zeigte von einem rekordverdächtigen Bratwurstabsatz.

„Hast Du das Wetter auf Deiner Seite, dann hast Du schon gewonnen“, wusste Friedhelm Siegismund, Vorsitzender des 18 Vereine zählenden Heimatvereins Ortsring Oestrich, an wen er seinen Dank zu richten hatte. Mehr als 500 Besucher waren zum Feuer auf der Wiese an der Stennert gekommen, das nach einer Andacht in der überfüllten Friedhofskapelle bereits gegen 18 Uhr entzündet worden war. Die Einnahmen der Veranstaltung teilen sich der Ortsring sowie der SF Oestrich.