Bruderschaft spendet Gemeinschaftsdienst 250 Euro
22.01.2009 | 16:22 Uhr 2009-01-22T16:22:00+0100
Stübbeken. Über eine Spende in Höhe von 250 Euro haben sich Geschäftsführer Wolfgang Lintzen und der Vorsitzende Theo Dicke vom Gemeinschaftsdienst Kinder, Jugend und Familie im Stübbeken gefreut.
Das Geld wurde ihnen von Heiko Schmerbeck und Marcus Walter von der „Bruderschaft Martin Luther King” überreicht. Bei dieser Bruderschaft handelt es sich um eine Gemeinschaft, die dem CVJM angehört. Sie trifft sich jeweils mittwochs um 19.45 Uhr in den Räumen der Christuskirche auf dem Roden.
Heiko Schmerbeck erläuterte, wie es zu dem Namen kam. Er und seine Freunde sind seit Jahren Mitglied im CVJM, bis zum 12. Lebensjahr gehörten sie der Jungschar an, danach bis zum 16. Lebensjahr der Jungenschaft. Danach gibt es beim CVJM ein „Loch”, so Schmerbeck weiter, später trifft man sich vielleicht im Männerkreis, dann sind die Teilnehmer 50 Jahre oder älter.
Um das „Vakuum” zwischen Jungenschaft und Männerdienst zu füllen, gründeten Schmerbeck und seine Freunde die Bruderschaft. Untereinander hat sich in den Jahren eine solch große Freundschaft untereinander entwickelt, das beispielsweise Mitglieder Patenonkel der Kinder anderer Mitglieder sind, man unternimmt gemeinsam Fahrten, bei den wöchentlichen Treffen setzt man sich zusammen um zu klönen, aus der Bibel zu lesen, zu spielen oder zu diskutieren. Was nie fehlt, ist eine Andacht zu Beginn des Treffens.
Das Geld kam nun anlässlich eines Weihnachtsessens zusammen. Vor einigen Jahren entstand die Idee zu diesem gemeinsamen Essen. Doch dann machte ein Mitglied den Vorschlag, anstatt Braten und Dessert ganz einfach nur eine Erbsensuppe zu essen und stattdessen das Geld, was ein üppiges Mahl gekostet hätte, zu spenden.
Letztlich entschloss sich die Bruderschaft dazu, ein Weihnachtsessen mit allem Drum und Dran zu veranstalten. In der Mitte des Tisches steht dann ein Topf, in den gespendet wird. In den letzten Jahren konnte die Bruderschaft mit dem Geld beispielsweise eine Schule in Ramalla, das Kinderhospiz in Olpe oder eine Armenspeisung unterstützen.
Dass diesmal das Geld an den Gemeinschaftsdienst im Stübbeken geht, ist einem Zufall zu verdanken: Eine Nachbarin von Heiko Schmerbeck arbeitet in der Einrichtung und informierte ihn über die Arbeit im Stübbeken. Schmerbeck griff das Thema auf und die Bruderschaft entschied sich dann dafür, den Gemeinschaftsdienst zu unterstützen.
Geschäftsführer Wolfgang Lintzen teilte bei der Spendenübergabe mit, wofür das Geld verwendet werden wird. Der Gemeinschaftsdienst möchte gern eine weitere Videokamera kaufen, um sie bei der „Marte Meo-Videoberatung” in der Mutter-Kind-Gruppe einzusetzen. Die Marte Meo-Videoberatung wurde von der Holländerin Maria Aarts entwickelt.
Sie initiierte eine Methode, bei der Alltagssituationen zwischen Erziehenden und Kind per Video aufgezeichnet und anschließend gemeinsam besprochen werden. Dabei sollen die Stärken der Handelnden erkannt und hervorgehoben werden, aus denen man die Kraft schöpfen soll, Erziehungsprobleme zu beseitigen.
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