Brillanter Peter Schütze begeistert einmal mehr

Mit seinem  Programm  „Petri Heil! Fische, Seemannsgarn und mehr" gastierte Peter Schütze am Freitagabend bei der Melange bei Pollmeier.
Mit seinem Programm „Petri Heil! Fische, Seemannsgarn und mehr" gastierte Peter Schütze am Freitagabend bei der Melange bei Pollmeier.
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Was wir bereits wissen
Querbeet vom Klassischen angefangen versprach der Rezitator: „Wir kraulen uns der Jetztzeit entgegen“.

Letmathe..  Mit seinem Best-of-Programm „Petri Heil! Fische, Seemannsgarn und mehr“ verwandelte Peter Schütze am Freitagabend die Gaststätte Pollmeier in eine kleine Eckkneipe am Hafen. Der Abend drehte sich um Wasser und andere Flüssigkeiten sowie Fische und die Seefahrt. Viel Lach- und Schmunzelstoff präsentierte Schütze, aber auch Ernsthaftes kam in dem Programm nicht zu kurz. Die zahlreichen Besucher der Melange im Hause Pollmeier begeisterte diese Mischung. Für sie war Peter Schütze auch kein Unbekannter, war er doch schon mehrfach zu Gast und trat vor zehn Jahren kurz vor dem Beginn der Melange-Reihe bereits bei Pollmeiers in Letmathe auf.

Ein Streifzug durch die Klassiker der Literatur

Querbeet vom Klassischen angefangen versprach der Rezitator: „Wir kraulen uns der Jetztzeit entgegen“. Dabei fischte er aus seinem Gesamtrepertoire die dicksten Fische heraus. Vielen aus dem Deutschbuch bekannt, bildete das Gedicht „Das Huhn und der Karpfen“ von Heinrich Seidel den Auftakt des ersten Teils, der mit Lyrik gespickt war. Weiter ging es mit der Ballade „Der Taucher“ von Friedrich Schiller. Seit 1988 rezitiert Schütze mit großem Erfolg Klassiker und so präsentierte er die 27 Strophen zu je sechs Versen mitreißend, so dass ihm anschließend der Applaus der Zuhörer gewiss war. Aber auch die Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe trug Schütze nicht minder begeisternd vor. Mit einer bekannten Schönheit vom Rheinufer beschäftigte sich Schütze in dem Gedicht „Das Lied von der Loreley“ von Heinrich Heine. Wenn es ums Thema Wasser und Meer geht, darf ein großer deutscher Dichter selbstverständlich nicht fehlen: Theodor Fontane, von dem Schütze die Ballade „Jan Bart“ rezitierte. Aber auch berühmte Literaten des humoristischen Genres wie beispielsweise Wilhelm Busch und Christian Morgenstern bot der promovierte Germanist und Autor, der auf eine lange und interessante Laufbahn mit Engagements an verschiedenen Bühnen zurückblicken kann, dem Publikum mit seiner speziellen Mischung von Gedichten und Erzählungen dar.

Nach einer kurzen Pause ging es im Programm unterhaltsam weiter. Unter anderem erweckte Peter Schütze den deutschen Schauspieler, Kabarettisten und Komiker Jürgen von Manger wieder zum Leben. Gekonnt brillierte er als dessen Bühnenfigur Adolf Tegtmeier. Aber nicht nur das machte Schütze ausdrucksstark: Die Mimik und Gestik stimmte den ganzen Abend über perfekt. Als wahrer Gesichtsakrobat schlüpfte er so unter anderem in die Rolle einer Schildkröte oder des einen oder anderen Fisches.

Melange-Geburtstagsrevuewird am 4. Juli gefeiert.

Mit Peter Schützes Auftritt endet die Melange-Saison bei Pollmeiers. Allerdings nicht ganz – gilt es doch am 4. Juli noch zehn Jahre Melange in Letmathe zu feiern. Dazu wird es eine große Geburtstagsrevue mit vielen Überraschungen geben. Danach startet die neue Saison in der Traditionsgaststätte am 7. August. Die Gastgeber Monika und Bernd Pollmeier sind sich angesichts des geplanten Programms gewiss, dass es für ihre Besucher wieder einige kulturelle Leckerbissen in der neuen Saison geben wird. as