Brenner: „Kein Windrad am Schälk oder sonst wo in Iserlohn“

Oliver Herrmann und Katrin Brenner trafen sich am Schälk, um über die Windkraftpläne des Fürstenhauses zu reden.
Oliver Herrmann und Katrin Brenner trafen sich am Schälk, um über die Windkraftpläne des Fürstenhauses zu reden.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
CDU-Bürgermeisterkandidatin Katrin Brenner sucht zwar das Gespräch mit dem Fürstenhaus über dessen Windpark-Pläne, lehnt aber wegen „ungeklärter Risiken“ jedwede neue Windkraftanlage in ganz Iserlohn ab.

Schälk/Grürmannsheide..  „Ich möchte keine Windkraftanlage weder auf dem Schälk noch sonstwo in Iserlohn.“ Mit diesen Worten hat sich CDU-Bürgermeisterkandidatin Katrin Brenner am Dienstag im Gasthof Zum Schälk in Sachen Windkraft positioniert. Sie hatte sich dort mit Oliver Herrmann, Sprecher der Bürgerinitiative Schälker Heide / Ergste, und der Presse getroffen.

„Ich bin nicht grundsätzlich gegen Windenergie,“ sagte Brenner. Aber die Risiken insbesondere durch Infraschall seien noch nicht hinreichend erforscht. „Der Schutz von Mensch und Natur, auch von bedrohten Vogelarten, haben Vorrang“, so die Christdemokratin. Wirtschaftliche Interessen müssten dahinter zurückstehen. Der Klimaschutz sei sehr wichtig, aber auch anders erreichbar. Brenner forderte einen „Masterplan Energie“ für Iserlohn. Andererseits zeigte sie sich sehr interessiert an einem Gespräch mit Maximilian Fürst von Bentheim-Tecklenburg, der neue Pläne für einen Windpark verkündet hatte: „Ich möchte mehr über seine Beweggründe und Pläne wissen.“

Oliver Herrmann bezeichnete die Pläne des Fürsten und der Firma ABO Wind „als sehr ernst zu nehmen und bedrohlich“. Er geht davon aus, „dass sie das mit allen Mitteln durchzusetzen versuchen“. Auf die Frage, ob auch er ein Gespräch mit dem Fürstenhaus anstrebe, sagte Herrmann: „Die Fronten sind geklärt.“ Für ihn stehen hinter den neuen Plänen „ausschließlich wirtschaftliche Interessen“, was bei Pachterträgen von rund 50000 Euro jährlich pro Anlage nicht verwundere. Die neue Strategie, Nischen zu suchen, wo bedrohte Vögel möglicherweise weniger durch Windkraftanlagen gestört werden als anderswo, sind aus Herrmanns Sicht „haltlos“: „Da gehen entweder die Vögel kaputt oder sie werden vertrieben.“