Bike-Park soll zum „Lenne lebt“-Festival Premiere feiern

Für den Bike-Park sind zwei Fahrspuren für Fortgeschrittene und Anfänger vorgesehen. Weiterhin gibt es im östlichen Bereich noch einen „Pumptrack“.
Für den Bike-Park sind zwei Fahrspuren für Fortgeschrittene und Anfänger vorgesehen. Weiterhin gibt es im östlichen Bereich noch einen „Pumptrack“.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Stadt erhofft sich vom neuen Bike-Park eine echte Magnetwirkung. Eröffnung soll zum Brückenfest Anfang September sein.

Letmathe..  Gerodete Vegetation und planierte Flächen lassen derzeit noch nicht erahnen, dass auf dem etwa 4800 Quadratmeter großen Areal im Schatten der alten Kreisbahnbrücke in den kommenden Monaten eine moderner Bike-Park entstehen wird.

Beim „Ersten Spatenstich“ am vergangenen Donnerstag haben Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Stadtplaner Thorsten Grote, Baudezernent Mike Janke, Landschaftsarchitekt Ralf Maier sowie weitere Vertreter der Stadt das Projekt vorgestellt. Mit dabei waren auch Jugendliche der „Fahrradwerkstatt und Bike-Station „Langer Kummer“.

Fahrspuren für Anfänger und Fortgeschrittene

Sie sind bei der Planung und der Ausgestaltung des Geländes besonders gefragt, denn sie dürfen nicht nur bei der Planung ihre Wünsche äußern, ob die Rampe etwas steiler sein darf oder die Erdhügel ihrem fahrerischen Können entsprechen, sondern auch mit Hand anlegen. Denn ein Bike-Park lebt auch von der Mitarbeit der Nutzer, wenn sich Erde durch Regen beispielsweise auswäscht, dann heißt es „Zur Schüppe greifen“, bevor der Fahrspaß beginnt. Mit der Überplanung des Areals wurde Landschaftsarchitekt Ralf Maier aus Köln beauftragt. Es gilt als ein Experte in Sachen Bike-Park-Planung, arbeitete er schon in Kenia oder Marokko.

Der Letmather Bike-Park entsteht im Rahmen des Projektes „LenneSchiene“ und wird unter anderem durch Zuwendungen der EU und des Landes gefördert. Zusammen mit dem Radweg „Lenneroute“ wird er eine gelungene Symbiose bilden. Mit diesem sportlichen Angebot möchte die Stadt sowohl Radtouristen als auch junge Radsportler ansprechen.

Der Bike-Park wird über zwei verschiedene Fahrbereiche (Bahn A und B). Eine ist für Anfänger, die andere für Fortgeschrittene gedacht. Im östlichen Bereich entsteht eine speziell geschaffene Mountainbike-Strecke (Pumptrack). Sie ist bei „Dirtbikern“ besonders beliebt, weil es im Trend liegt, dort seine Runden zu drehen. Auf Pumptracks werden inzwischen sogar Weltmeisterschaften ausgetragen, der amtierende Titelinhaber stammt aus den Niederlanden.

Insgesamt wird die Strecke 14 Sprunghügel in unterschiedlichen Höhen erhalten. Die niedrigsten liegen etwa bei einem Meter, die höchsten bei etwa zwei Metern. Zudem gibt es noch einen etwa zweieinhalb Meter hohen Starthügel.

Da Biker und BMX-Fahrer in Deutschland stark vernetzt sind, hofft die Stadt darauf, dass der Bike-Park eine überregionale Bedeutung für diese Szene erhält.

Von den jugendlichen Bike-Experten war zu erfahren, dass sie sich schon jetzt auf die Fertigstellen freuen und den Premieren-Fahren entgegenfiebern.

Die Vertreter der Stadt sind sich sicher, dass sich die ausgewählte Fläche hervorragend für diese Sportart eignet und mit dem Bau der Anlage verfolgt die Stadt noch einen wünschenswerten Nebeneffekt: nämlich dass sich der in diesem Bereich rasant vermehrende „Japanische Knöterich“ durch das Befahren zurückgedrängt wird. Die Bausumme einschließlich der Planungskosten belaufen sich auf etwa 70000 Euro.

Eröffnung und Einweihung sollen am 5. September im Rahmen des Brückenfestes und des „Lenne lebt“-Festivals erfolgen.