Das aktuelle Wetter Letmathe 19°C
25 Jahre Höhlenweihnacht...

Besuch in der Dechenhöhle bereichert Heiligabend

19.12.2008 | 17:28 Uhr
Besuch in der Dechenhöhle bereichert Heiligabend

Grüne. Was ist neben Gottesdienst und Bescherung das Schönste am Heiligen Abend? Für Ralf Salzmann (54) aus Wuppertal und seine Frau ist seit Jahren klar: „Die Dechenhöhle natürlich.” Seit der Premiere vor 25 Jahren hat die Höhle zur Weihnacht Zigtausend Besucher angelockt.

Als der Vermessungsingenieur vor 15 Jahren auf Empfehlung eines Bekannten erstmals die „Dechenhöhlen-Weihnacht” erlebte, war er begeistert. So begeistert, das er mit Frau und Tochter fast jedes Jahr wiederkehrte - immer Heiligabend. „Da wird so schön musiziert mit verschiedenen Instrumenten”, schwärmt der 54-Jährige. „Und das romantische Kerzenlicht in dunkler Höhle!”

Früher nahmen Salzmanns gern ihre Tochter Kerstin mit, damit sie das Warten aufs Christkind besser aushielt. Heute ist Kerstin erwachsen. Aber der Heiligabend-Besuch in der Dechenhöhle gehört für ihn und seine Frau nach wie vor fest zum Programm. „Diesmal nehmen wir ein paar Freunde mit.”

Rund 170 Besucher kamen, als die Betriebsleiter Elmar Hammerschmidt und Stefan Niggemann 1984 erstmals zur Höhlenweihnacht einluden. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr. Im Rekordjahr 1992 kamen 6650 Besucher aus ganz Nordrhein-Westfalen.

Etwa alle zehn Minuten beginnt eine 45-minütige Führung. Kerzenlicht und Weihnachtsdekoration verleihen dem Tropfstein-Zauber zusätzliche Strahlkraft. An fünf ausgesuchten Stellen spielen Musiker, auf Flöten und Harfen, Posaunen oder Zithern. Besucher lauschen entspannt oder singen mit.

Jedes Jahr engagiert die Dechenhöhle talentierte Schüler und Studenten zum Musizieren. Mit dem Ensemble Krinitza sind sogar Künstler aus der Ukraine dabei. Die Sopranistin Lena Seifert (21) aus Schwerte wirkt mit ihrer Freundin Linda seit drei Jahren mit. „Wenn wir singen, ist das eine ganz besondere Atmosphäre”, berichtet Lena. „Die Leute sind uns so nahe und es ist fast wie in einer Kirche. Voriges Jahr war eine Frau so gerührt, dass sie geweint hat. Ich singe furchtbar gern in dieser Höhle.”

Viele Besucher, die der Kirche fern stehen, sehen dieWeihnachtsführungen als Gottesdienst-Ersatz an. Es gibt aber auch solche wie Ralf Salzmann: „Für mich stehen Jesu Geburt und Gottesdienst im Zentrum, die Höhlenführung ist eine Ergänzung:”

Zum Jubiläum gibt es in diesem Jahr Überraschungen. Die Besucher dürfen sich auf Begegnungen mit Höhlenbären, Forschern und Zwergen freuen. Die Führungen sind am 4. Advent von 13.30 bis 16 Uhr, Heiligabend von 11 bis 17 Uhr sowie am 1. und 2. Weihnachtstag von 13.30 bis 16 Uhr. Karten können für bestimmte Uhrzeiten reserviert werden, 02374 / 71421.

Helmut Rauer

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1088618/create

Aktuelle Fotos und Videos
Zinnfiguren in Kierspe
Bildgalerie
Zinnfiguren
24. internationale Seifenkistenrennen
Bildgalerie
Fotostrecke
Schützenfest Letmathe
Bildgalerie
Fotostrecke
Neujahrsempfang Letmathe
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
„Luxuslärm“ als Teil einer „Letmather Allianz“
Grandioses Konzert
„Weil es Liebe ist“ hieß der erste Titel, bei dem nach dem sachten Beginn, den nur Jini und Gitarrist Freddy Hau gestalteten, nicht nur Bass, Schlagzeug und Keyboard nach und nach einsetzten, sondern als Krönung auch noch die 80 Kehlen des Letmather Gospelchors – ein großartiger Sound, der da die...
Konzerte auf Schulhof und im Park
Musik
Intensive Proben liegen hinter dem Schulorchester und der Bläserklasse der Realschule: Im vergangenen Monat verbrachten die jungen Musikerinnen und Musiker ein Wochenende in der evangelischen Jugendbildungsstätte in Berchum, um sich unter der Leitung von Peter Dembler auf ihre nächsten großen...