Baufortschritte und Vandalismus

Die Granitblöcke für die Sitzterrassen an der Lennepromenade sind im Bereich der Fußgängerbrücke Luisenstraße bereits komplett verlegt.
Die Granitblöcke für die Sitzterrassen an der Lennepromenade sind im Bereich der Fußgängerbrücke Luisenstraße bereits komplett verlegt.
Foto: IKZ
Das Fußgängerüberweg-Schild mitten in der Lenne ist offensichtlich ein Scherz. Kein Scherz ist, dass nicht wenige Letmather sich eine vorzeitige Teilfreigabe der Lennepromenade wünsc hen.

Letmathe.  „Wenn wir schon kein Freibad mehr in Letmathe mehr haben, dann wollen wir uns wenigstens in der Lenne ein wenig erfrischen.“ Frei nach diesem Motto haben sich etliche junge Leute in der Hitze der vergangenen Tage vom Flussufer und seinen kühlen Fluten anlocken lassen. Nicht immer zur Freude der Baufirma Benning, die auf der Großbaustelle Lennepromenade damit beschäftigt ist, den künftigen Radweg zu trassieren und Terrassen mit Sitzstufen aus Granit zu errichten.

„Leider werden die Baustellen-Absperrungen nicht immer beachtet und wir haben auch mit Vandalismus zu tun“, berichtet ein Verantwortlicher der Baufirma. Material und Schilder fänden sich im Fluss wieder. Auch würden Bier- und Schnapsflaschen gefunden.

Scherz mit Zebrastreifen mitten im Fluss

Niemand heißt solche Zerstörungen und Verschandelungen gut. Aber in der Letmather Bevölkerung wird der Wunsch laut, Teile der Lennepromenade schon in diesem Sommer für die Öffentlichkeit freizugeben. Eigentlich soll die Promenade erst im Frühjahr 2016 komplett übergeben werden. Da aber der Bau gute Fortschritte macht und beispielsweise die Sitzstufenblöcke an der Fußgängerbrücke Luisenstraße schon komplett verlegt sind, wird die Frage gestellt, ob die Öffnung von Teilabschnitten vorgezogen werden könnte.

„An uns ist der Wunsch meines Wissens noch nicht herangetragen worden“, sagte am Montag Lisa Kaatze von der Stadtverwaltung. Man könnte das gegebenenfalls natürlich gemeinsam mit den beteiligten Firmen prüfen, es wäre aber sicher nicht ganz unproblematisch. Ähnlich äußerte sich der Verantwortliche der Firma Benning. Die Sicherheitsvorkehrungen wie etwa Geländer müssten vor einer Freigabe natürlich angebracht sein.

Das Schild Fußgängerüberweg, das Unbekannte mitten im Fluss nahe der Fußgängerbrücke Luisenstraße errichtet haben, hat mit der Baustelle übrigens nichts zu. Das Schild hatte lange Zeit im Flussbett gelegen, bevor die Unbekannten es bei Niedrigwasser auf einen selbst errichteten Steinhügel pflanzten. Amtlich ist die Fußgängerfurt natürlich nicht und die Benutzung wegen einiger tiefer Stellen und Strömungen im Fluss nicht zu empfehlen. Der schelmische Verdacht, die Stadt wolle die nahe Brücke wegen der Unterhaltungskosten durch eine Furt ersetzen, wird natürlich nicht bestätigt.