Bahnhof wurde zu Zentrum gelebter Inklusion

ahlreiche Gäste, unter anderem Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (2. v. r.), Superintendentin Martina Espelöer (3. v. l.) und Landrat Thomas Gemke (2. v. l.) waren zur Eröffnung gekommen.
ahlreiche Gäste, unter anderem Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (2. v. r.), Superintendentin Martina Espelöer (3. v. l.) und Landrat Thomas Gemke (2. v. l.) waren zur Eröffnung gekommen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Vormittags offiziell, nachmittags mit Partystimmung wurde der renovierte Letmather Bahnhof seiner Bestimmung als Kommunikationszentrum von Menschen mit und ohne Handicap übergeben.

Letmathe..  Die Erste Beigeordnete Katrin Brenner hat eins verliehen bekommen, Landrat Thomas Gemke möchte eins käuflich erwerben: Die T-Shirts zur offiziellen Eröffnung des Cafés „Bahnsteig 42“ und der „caput“-Redaktionsräume im restaurierten Letmather Bahnhof waren heiß begehrt. Schließlich steht das darauf gedruckte Motto „Hier kommt man zusammen“ sinnbildlich für einen neuen Ort der Begegnung, der Strahlkraft für den gesamten Märkischen Kreis hat, so der Landrat im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Manfred Kissing wurde zum Bahnhofsvorsteher ernannt

Mit einer launigen Rede begrüßten Martin Ossenberg, der Geschäftsführer der Iserlohner Werkstätten, einer Unternehmung der Diakonie Mark-Ruhr und der Werkstattleiter und zuständige Ansprechpartner für den Bahnhof, Christophe Hessling die zahlreichen Gäste aus Politik, Kirche, Banken, der Letmather Geschäftswelt und der Diakonie Mark-Ruhr. Beide blickten noch einmal auf die zahlreichen Stationen zurück, durch die der denkmalgeschützte Bahnhof zu einem modernen Kommunikationszentrum, in dem Inklusion gelebt wird, geworden ist. Ein großer Dank der Beiden ging vor allem an Architekt, Bahnhofseigentümer und Investor Manfred Kissing, der es geschafft hat, den Bahnhof zu einer „Eingangspforte für Letmathe und Genna zu machen“. Dank gebührt auch der Ersten Beigeordneten Katrin Brenner, die mit der Diakonie Mark-Ruhr und den Werkstätten die Idee entwickelt hat, das bis dato lange leer stehende Gebäude zu einem Zentrum für gelebte Inklusion zu machen, in dem dort unter anderem Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung geschaffen werden.

Martin Ossenberg hatte noch für Manfred Kissing und Christophe Hessling eine besondere Überraschung: Er ernannte beide zum „Bahnhofsvorsteher und Stellvertreter“. Mit diesen Titeln sind natürlich auch Vergünstigungen verbunden: Lebenslang einen Anspruch auf einen gepolsterten Sitzplatz im Café, Anspruch auf das größte Kotelett in der Kühlung sowie Anspruch auf das Tortenstück in der Kuchenmitte.

Am Nachmittag lockte dann ein buntes Unterhaltungsprogramm die Bürgerinnen und Bürger zum Bahnhof. Musik von der Band „Workers Delight“ und von der Rock- und Popfabrik die Sängerin Kristine Römer und das Akustik-Duo „JonaLisa“. Für das leibliche Wohl war mit Kaffee, Kuchen und Gegrilltem ausreichend gesorgt.

Kaffee und Kuchen auf überdachter Terrasse

Bei dem schönen Frühlingswetter stieß besonders die Außengastronomie auf große Resonanz. Die Gäste haben bei Kaffee und Kuchen auf der überdachten Terrasse die Möglichkeit, den Zug- und Reiseverkehr zu beobachten.