Ausgleich für Steinbruch Kalkwerke bieten an, Flächen auf Iserlohner Gebiet aufzuforsten
11.05.2007 | 00:56 Uhr 2007-05-11T00:56:00+0200Letmathe. (rau) Die Hohenlimburger Kalkwerke wären bereit, zum Ausgleich für die geplante Steinbrucherweiterung Flächen in Iserlohn oder Letmathe aufzuforsten.
"Wir bieten der Stadt Iserlohn gerne solche Ausgleichsmaßnahmen an, wenn sie uns Flächen nennt und die Bezirksregierung das genehmigt", sagten die Kalkwerke-Geschäftsführer Dr. Matthias Lange und Dr. Christan Lange der Heimatzeitung. Sie wollen ihren Steinbruch am Ahm um 13 Hektar erweitern, um den Rohstoffbedarf für die nächsten Jahrzehnte und den Erhalt von 50 Arbeitsplätzen zu sichern. Die Abbaufläche wandert, falls das Vorhaben genehmigt wird, im Laufe der nächsten 20 bis 30 Jahre über die Stadtgrenze. Nur auf Letmather Gebiet sind ergiebige Kalksteinvorkommen zu erwarten. Es gibt bereits Zeichnungen, auf denen sich der Steinbruch über die 13 Hektar hinaus noch weiter nach Letmathe "hineinfrisst" - als Vision für spätere Jahrzehnte.
Dennoch können die Letmather Bürger unbesorgt sein, wie die Geschäftsführer betonen. Auch wenn der Steinbruch bis zu 320 Meter an die Dümpelacker-Häuser heranrücke, seien durch Spreng-Erschütterungen keine Gebäudeschäden zu befürchten. In Hohenlimburg seien einige Häuser nur rund 100 Meter entfernt, dennoch gebe es keine nachweislichen Schäden. Gutachten über Risse an fünf Häusern hätten eindeutig ergeben, dass die Kalkwerke dafür nicht verantwortlich seien. Rund um den Steinbruch gebe es seit elf Jahren drei Dauermessstellen. Sämtliche Werte hätten stets weit unterhalb des Zulässigen gelegen. Die Brüder sagten zu, ein weiteres Messgerät am Dümpelacker aufzustellen, sobald der Abbau genehmigt ist.
Eindeutig widersprachen sie der Befürchtung, man könne von der Innenstadt aus ins künftige Steinbruchloch schauen: "Völlig unmöglich. Der niedrigste Punkt der Erweiterungsfläche liegt 16 Meter höher als der Dümpelacker." Außerdem bekämen die geplanten Letmather Abbauflächen (inklusive der Visionsgebiete für spätere Jahrzehnte) einen neuen breiten Waldsaum (Ausgleichsmaßnahmen der Fa. Rheinkalk).
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