Auf leisen Pfoten in Volksgarten geschlichen

Die „Abgesandte Katze“ wurde im Volksgarten ausgestellt.
Die „Abgesandte Katze“ wurde im Volksgarten ausgestellt.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Das neue Kunstwerk „Die Abgesandte Katze“ im Volksgarten spaltet die Gemüter.

Letmathe..  Still und heimlich kam sie am Mittwoch auf leisen Pfoten in den Volksgarten geschlichen und sorgte bei ihrer Ankunft gleich für ungläubige Blicke und Gesprächsstoff. Die etwa drei Meter hohe Skulptur „Emissary Cat“ („Abgesandte Katze“) der walisischen Künstlerin Laura Ford (53).

Skulptur sorgt in sozialen Medien für Diskussionen

Das Kunstwerk aus Bronze ist ein Geschenk der Ulrich Thiele-Stiftung an die Stadt mit der Auflage, einen adäquaten öffentlichen Platz für das Kunstwerk bereitzustellen sowie die Kosten für die Aufstellung des Kunstwerkes (rund 3000 Euro) zu übernehmen. Der Kulturausschuss der Stadt sprach sich vor einigen Wochen für den Volksgarten als Standort für die Skulptur aus.

Nach Fertigstellung der Lennepromenade ist zu prüfen, ob die Skulptur im Volksgarten verbleibt oder auf der Lennepromenade eine neue Heimat findet. Die Aufstellung des Kunstwerkes erfolgte recht kurzfristig da am heutigen Freitag eine Ausstellung der Künstlerin in der Städtischen Galerie eröffnet wird. Die Einweihung des Kunstwerkes durch die Stadt wird am morgigen Samstag Vormittag stattfinden.

Seit ihrem Erscheinen sorgt die Katze bereits für viele Diskussionen. Besonders im sozialen Netzwerk „Facebook“ sind die Meinungen geteilt. Sie reichen von „Ist das Kunst oder kann das weg?“ über „Einfach nur hässlich!“ bis hin zu „mit dem Geld hätte die Stadt sinnvollere Projekte fördern können.“

Kunstwerk steigert Attraktivität des Parks

Positiv wird angemerkt, dass durch das Kunstwerk die Attraktivität des Volksgarten neben den neuen Sportgeräten und der Boulebahn weiter gesteigert wird. „Sieht gut aus“, schreibt eine „Facebook“-Nutzerin, werde mir die Skulptur gleich noch intensiver anschauen“.

Positiv äußert sich ebenfalls Werner Evers (82) über die Statue. „Sie passt besser in den Volksgarten, als an die Lennepromenade. Katzen scheuen nun einmal das Wasser, sagt er lachend. Er bemängelt, dass es kein erklärendes Hinweisschild gibt.

„Die Katze ist mir zu düster, sagt Anni Stoya (63), als sie um ihre Meinung gefragt wird. „Sie passt nicht in den Volksgarten, hier ist alles sonnig und fröhlich, das Schwarz wirkt sehr bedrohlich. Außerdem müsste der Schwanz der Katze gesichert werden. Er ist so spitz und spielende Kinder könnten sich daran verletzten“.

„Meinem Labrador ,Jack’ war die Katze nicht geheuer“, sagt Martina Janßen (52), „sie wirkt auf ihn bedrohlich. Ich dagegen finde sie nach näherer Betrachtung schön, sie erinnert mich an meine Jugend und das Märchen vom „Gestiefelten Kater“.

Mir gefällt das Kunstwerk“, so Lilia Tissen (65), sie sollte im Volksgarten bleiben. Ich würde mir wünschen, dass es künftig noch mehr Kunstwerke hier im Park geben würde“.