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Lange Nacht der Industrie...

200 Beschäftigte und 73000 Tonnen Stahl

21.10.2011 | 19:06 Uhr
200 Beschäftigte und 73000 Tonnen Stahl
Geschäftsführer Domenico Marino führte die Besucher bei der Langen Nacht der Industrie persönlich durch das Kaltwalzwerk.

Letmathe. Das Kaltwalzwerk Giebel, das seit 2005 zur Unternehmensgruppe Knauf Interfer gehört, ist eines der modernsten in Deutschland. Und es ist nicht gerade das Kleinste: Auf dem 90 000 Quadratmeter großen Betriebsgelände im Ostfeld werden von rund 200 Mitarbeitern jährlich 73000 Tonnen Stahl bearbeitet.

Der gewalzte Stahl - zwischen 5 und 0,07 Millimeter dünn- wird von Letmathe aus hauptsächlich nach Europa, aber auch in andere Kontinente (zum Beispiel nach Mexiko und China) geliefert. Der Exportanteil liegt bei 45 Prozent.

Die Zahlen und Fakten zeigen, dass sich das Unternehmen nicht verstecken muss. Und das tut es auch nicht. Im Gegenteil: Das Kaltwalzwerk Giebel öffnet sich, soweit der Betrieb es zulässt, interessierten Besuchern. Das war zum Beispiel am Donnerstag der Fall bei der „Langen Nacht der Industrie“. Bei dieser Aktion, die an Rhein und Ruhr erstmals stattfand, wurden kostenlose Führungen durch verschiedene große Betriebe angeboten.

Alle, die Lust hatten, eine moderne Fabrik von innen zu sehen, konnten sich ein Abendprogramm mit zwei Fabriksbesichtigungen aussuchen. Für den Transport standen Busse zur Verfügung. An die 90 Männer und Frauen aus dem gesamten Ruhrgebiet und angrenzenden Sauerland hatten das Kaltwalzwerk Giebel mit auf ihrem Reiseplan.

Die Geschäftsführer Bernd Jesorke und Domenico Marino nahmen sich persönlich den ganzen Abend Zeit für die Gäste. Von 18 bis 22.30 Uhr hielten sie kurze Vorträge und führten anschließend die Besucher in kleinen Gruppen durch das Werk.

Die einen hatten technisches Interesse, die anderen waren einfach nur mal neugierig, wie ein so großes Walzwerk von innen aussieht. Wieder andere - Jugendliche wie auch Erwachsene - waren gekommen, weil sie nach einer neuen Arbeits- oder Ausbildungsstelle Ausschau halten. „Das Interesse war sehr groß und es gab spannende Gespräche “, zogen die Geschäftsführer eine sehr positive Bilanz.

Viele Besucher seien nicht nur über die moderne Technik erstaunt gewesen, sondern auch über die große Vielfalt der Produkte. Der Stahl, der bei Giebel gewalzt wird, findet sich beispielsweise in vielen Autoteilen von der Zylinderkopfdichtung bis zur Sitzschiene, aber auch in Kappen für Sicherheitsschuhe oder Malerspachteln wieder. 2000 Tonnen Stahl werden jedes Jahr nur für die Teelichter-Herstellung verarbeitet.

Helmut Rauer

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