SPD: Flick aus Schulnamen streichen
Kreuztal. Die SPD bezieht in der Frage "Umbennnung des Friedrich-Flick-Gymnasiums" vor der Ratssitzung am 6. November Stellung: Sie will Flick aus dem Namen der Schule streichen lassen. ...
... Zur Begründung heißt es: "Auch unter Berücksichtigung der großzügigen Spende vor 40 Jahren sind wir nach intensiven Diskussionen und einem gründlichen Abwägungsprozess, nicht zuletzt im Interesse der Schule, deren Schulkonferenz uns zum Handeln aufgefordert hat, zu dem Ergebnis gelangt, dass unser Kreuztaler Gymnasium nicht länger den Namen Friedrich Flicks tragen sollte. Die SPD-Fraktion wird daher einer Umbenennung des Gymnasiums in Städtisches Gymnasium Kreuztal zustimmen."
Diese Entscheidung beinhalte die mögliche Konsequenz, zur Rückzahlung der damaligen Spende Friedrich Flicks verpflichtet zu sein.
Neue zeitgeschichtliche, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zeigten ein Bild Friedrich Flicks, das "uns zwingt erneut die Frage zu beantworten, ob Friedrich Flick, unter dessen Verantwortung tausenden von Zwangsarbeitern großes Leid zugefügt worden ist, trotz alledem angesichts seiner großzügigen Spende Namensgeber für unser Gymnasium sein kann".
Friedrich Flick als Namensgeber des Kreuztaler Gymnasiums stünde nicht für Erziehungsideale, wie sie in der Landesverfasssung niedergelegt seien und die sich im Namen einer Schule wiederspiegeln sollten, so die Sozialdemokraten.
Den Vorschlag der CDU-Fraktion, im Wege eines Rats-Bürgerentscheids die Kreuztaler unmittelbar über die Namensgebung des Friedrich-Flick-Gymnasiums entscheiden zu lassen, lehnt die SPD ab. Aus der Bürgerschaft selbst sei bislang ein Bürgerbegehren nicht in Gang gesetzt worden. Die CDU-Fraktion möchte, dass der Rat seine Entscheidungskompetenz in dieser Frage abgebe und auf die Bürger überträgt. "Dies geschieht offensichtlich nur vordergründig im Sinne einer plebiszitären Demokratie. Motiv der CDU-Fraktion dürfte vielmehr sein, angesichts ihres problematischen Umgangs mit dem Thema und der sich in dieser Frage abzeichnenden Mehrheitsverhältnisse im Rat, zumal Bürgermeister Biermann in dieser Frage mutig und begründet öffentlich Position für die Umbenennung des Gymnasiums ergriffen hat, die ihr unangenehme Entscheidung auf die Bürger zu verlagern", so die SPD.











