T-Shirts mit selbst entworfenem Logo für 200 Schüler der im November umbenannten Schule : Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben

Auch das noch: Jetzt tragen Schüler des umbenannten Friedrich-Flick-Gymnasiums (FFG) das eingeführte Kürzel auf breiter Brust in die Öffentlichkeit. Die dunkelblauen T-Shirts mit der weißen Aufschrift „Mein FFG” werden im Stadtbild zu sehen sein, wenn die Zeit für Winterjacken vorbei ist.
Was auf den ersten Blick als Provokation aussieht, will nicht mehr sein als ein nostalgischer Akzent, den Jugendliche setzen. Optisch erinnert der Schriftzug an das Logo eines privaten Fernsehsenders, symbolisiert mithin, dass dies keine todernste Sache ist. Ihre Aktion geschehe ohne „politischen” Hintergrund, wie die Initiatoren glaubhaft machen - eine Gruppe von Schülern der Jahrgangsstufe 11 um den 17-jährigen Jan Ole Klinger. In den Tagen nach der Ratsentscheidung vom 5. November überlegten sie, wie sie sich nach bislang sechs Schuljahren am Friedrich-Flick-Gymnasium einen „Teil unserer Schulidentität” bewahren könnten, dies aber „einigermaßen passabel” ausdrücken könnten.
Eines war den Schülern klar: Über die drei Anfangsbuchstaben, die gewissermaßen das „Markenzeichen” der Schule waren, sollte dies nicht hinausgehen. Denn: „Ich bin selbst froh, dass der Name weg ist”, gesteht Jan Ole Klinger ein. Auch weist er jeden Verdacht von sich, in der Frage des Schulnamens ein „Ewiggestriger” zu sein.
Seine Idee sprach sich schnell herum, und immer mehr Schülerinnen und Schüler trugen sich auf die Liste der Besteller ein. Die Schüler wissen, dass sie nicht bei allen Kreuztalern damit auf Sympathie stoßen. Auch Schulleiter Herbert Hoß war zunächst skeptisch, als er schon am Tag nach der Umbenennung von dem Plan der Schüler erfuhr: „Aber die Bestellung war schon raus, sonst hätte ich die Schüler gebeten, es nicht zu tun.” Inzwischen hat Hoß sich damit abgefunden, weil es „in der Tat nur um Identitätsbildung” gehe. Die Schüler hätten mit „FFG” etwas verbunden, das mit Personen oder Ereignissen nicht in Zusammenhang stehe.
„Ich habe mir schon gedacht, dass das vielleicht nicht verstanden wird”, sagt der Schulleiter. Doch nach einem Gespräch mit den Schülern habe er sich überzeugt, dass es nicht darum gehe, „das Rad zurückzudrehen”. Im übrigen hingen nicht nur aktuelle Schüler am Kürzel. Er bekomme auch Post von Ehemaligen, die ihn fragten: „Was ist mit 'FFG'?” Und das habe mit Politik nichts zu tun. Inzwischen hat auch der Förderverein den alten Namen der Schule aufgegeben und in Klammern an die neue Bezeichnung angehängt.











