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Verkehr : Wilde Fahrt einer 41-Jährigen verursachte Unfall in Kleve

Kleve, 15.01.2010, NRZ

Kleve. Bei einem schweren Verkehrsunfall mit fünf Autos sind am Donnerstag sieben Menschen in der Innenstadt von Kleve verletzt worden. Zwei schwebten bis Freitagmittag in Lebensgefahr. Offenbar war eine Kleverin (41) nach der ersten Kollision bei Rotlicht mit hohem Tempo auf eine Kreuzung gefahren.

Am Donnerstag kam es auf der Emmericher Straße in Kleve-Kellen gegen 16 Uhr zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Auf dem Teilstück zwischen den Kreuzungen mit der Steinstraße und dem Klever Ring waren insgesamt fünf Autos ineinander gefahren. Am stärksten betroffen von dem Zusammenstoß waren vier Insassen eines niederländischen Kleinwagens aus Almere. Zwei Personen, eine 64-jährige Frau und ein 74-jähriger Mann, waren zunächst mit lebensgefährlichen Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden. Inzwischen hat sich der Zustand der beiden soweit verbessert, dass nun keine Lebensgefahr mehr besteht.

Warum drückte sie aufs Gaspedal?

Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht vollständig geklärt. Bislang geht die Polizei von folgendem Unfallhergang aus: Eine 41-jährige Frau aus Kleve befuhr mit ihrem Renault Megane die Emmericher Straße (B 220) innerorts in Fahrtrichtung Innenstadt. Aus unerklärlichen Gründen prallte die Frau mit ihrem Fahrzeug noch vor Erreichen der Kreuzung Steinstraße etwa in Höhe der Zufahrt zu einem dortigen Aldi-Markt gegen einen VW Caddy.

Sieben Insassen wurden verletzt, zwei davon schwer. Foto: WAZ FotoPool

Nach dem Zusammenstoß hielt die Autofahrerin nicht an, sondern fuhr mit hoher Geschwindigkeit weiter in Richtung Innenstadt in Richtung Kreuzung Klever Ring. Nach Zeugenaussagen soll die Frau dann die Ampelanlage an der Kreuzung Steinstraße/Emmericher Straße bei Rotlicht passiert haben. Mit nahezu unverminderter Geschwindigkeit touchierte die Frau mit ihrem Megane dann einen vor der Kreuzung Klever Ring befindlichen Opel Corsa.

Danach prallte der Renault mit großer Wucht auf das Heck eines niederländischen Kleinwagens. Durch diesen Aufprall wurde der niederländische Kleinwagen nach rechts auf die Rechtsabbiegespur gestoßen und stieß dort mit einem Mercedes der E-Klasse zusammen. Gleichzeitig prallte auch der Renault Megane der 41-jährigen Kleverin gegen den besagten Mercedes.

Durch das Auffahren auf den Mercedes wurde dieses Auto wiederum auf einen davor stehenden Reanult Twingo geschoben. Während die 41-jährige Kleverin einen Schock erlitt und leicht verletzt wurde, musste eine 64-jährige Niederländerin aus Almere (NL) aus dem Kleinwagen mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Darüber hinaus wurden zwei weitere Fahrzeuginsassen ebenfalls schwer verletzt. Vier weitere am Unfall beteiligte Fahrzeuginsassen zogen sich glücklicherweise nach bisherigen Erkenntnissen nur leichte Verletzungen zu. Was zu dem Fahrverhalten der 41-jährigen Kleverin führte, ist derzeit noch völlig ungeklärt. Ein Sachverständiger begutachtete den Unfallort. Das Fahrzeug der 41-jährigen Kleverin wurde von der Polizei sichergestellt.

Polizei musste Verkehr umleiten

Die Emmericher Straße musste bis Donnerstagabend gesperrt werden. Foto: WAZ FotoPool

Die Verletzten waren am Donnerstag mit mehreren Rettungswagen in die Krankenhäuser in Kleve, Goch und Emmerich transportiert worden. Der ebenfalls an der Unfallstelle gelandete Lifeliner (niederländischer Rettungshubschrauber) brauchte dann doch nicht mehr zum Einsatz zu kommen. Die Verletzungen der Insassen stellten sich als nicht so schlimm heraus. Eine Spezialklinik musste aus diesem Grund nicht angestuert werden, wie die Kreisleitstelle mitteilte. 

Die Emmericher Straße und der Kreuzungsbereich Emmericher Straße/Klever Ring mussten komplett gesperrt werden. Zahlreiche Kräfte der Klever Feuerwehr, mehrere Rettungswagen und der Notarzt waren im Einsatz. Die Polizei musste auf den stark befahrenen Straßen den Verkehr ab- und umleiten. Dadurch kommt es auch am Donnerstagabend noch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf den Straßen im Umfeld des Unfallortes.

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