Zertifikat für die VHS
02.12.2009 | 17:00 Uhr 2009-12-02T17:00:00+0100
Kamen/Bönen. Der VHS-Zweckverband Kamen-Bönen darf sich ab sofort zu den Zertifizierten nach dem Gütesiegelverbund zählen.
Am Dienstagabend überreichte Pit Böhle vom Beirat des Gütesiegelverbundes in der Alten Mühle in Bönen das Zertifikat an den Verbandsversammlungsvorsitzenden, Bürgermeister Herman Hupe.
In sieben Qualitätsbereiche eingeteilt umfasst die Zertifizierung 94 Standards, die es zu erfüllen gibt. Darunter befinden sich unter anderem die Bereiche Leitbild und Konzeption, Qualität der Bildungsarbeit, Personalentwicklung und die Evalution.
„Zum ersten Mal haben wir uns im Jahr 2004 mit der Zertifizierung befasst. Damals kam uns einiges in die Quere und wir hatten damit schnell abgeschlossen. Drei Jahre später haben wir uns dann im August 2007 angemeldet mit dem Vorsatz: Jetzt ziehen wir die ganze Geschichte auch durch”, erzählt Manfred von Horadam, Leiter der Volkshochschule.
Nachdem die Landesregierung NRW Ende 2006 beschlossen hatte, die künftige Förderung der anerkannten Einrichtung vom Vorhandensein eines anerkannten Qualitätsmagement-Systems abhängig zu machen, hatte sich die VHS zu diesem Schritt entschieden. Für die Mitarbeiter bedeutete dies vor allem eine Menge an Mehrarbeit. Mit einem Selbstreport, den die Angestellten schreiben und abgeben mussten, stellte sich die VHS in den einzelnen Punkten vor. „Im Anschluss muss man sich das ganze wie beim TÜV vorstellen. Wir gleichen das Beschriebene mit der Praxis ab und bewerten es”, erklärt Böhle.
Für die Zertifizierung gab es dann auch allerlei zu tun. Die VHS baute ein umfassendes Beschwerdemanagement auf und befasste sich mit systematischen Befragungen von Teilnehmern und Bewertungen der Seminare.
„Das Zertifikat besitzt nun eine Gültigkeit von drei Jahren und muss dann in einem neuen Zertifizierungsverfahren wieder erworben werden”, erklärt Manfred von Horadam. Mit der externen Zertifizierung ist gewährleistet, dass die VHS Kamen-Bönen in den kommenden drei Jahren Landesförderung nach dem Weiterbildungsgesetz erhalten wird, die gegenwärtig bei ca. 180 000 Euro im Jahr liegt. Doch dafür musste die VHS auch investieren.Die Kosten der Zertifizierung beliefen sich auf 2 500 Euro, weitere 1 650 Euro wurden in die Ausbildung der Qualitätsbeauftragten investiert.
Bei der Gremiensitzung am Dienstagabend waren rund 30 Teilnehmer in der Alten Mühle erschienen. Darunter auch bekannte Gesichter aus der Kommunalpolitik, die sich nicht nur für die VHS freuten sondern auch allesamt lobende Worte fanden. Seit 1975 funktioniert die VHS für die Stadt Kamen und die Gemeinde Bönen in einem Zweckverband.
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