Stadt will Kreisel für Unfallkreuzung
31.10.2007 | 20:48 Uhr 2007-10-31T20:48:43+0100Methler. Neue Hoffnung auf eine Lösung für die Unfalkreuzung von Westicker Straße und Lindenallee schöpft die Stadtverwaltung. Eine ingenieurstechnische Untersuchung schätzt die Idee eines Ausbaus zum Kreisverkehr als realistisch ein.
Im April 2006 wurde ein Sohn von Anneliese und Karl-Heinz Möllmann ohne eigenes Verschulden bei einem Unfall auf der Kreuzung in Methler schwer verletzt. Weitere Unfälle ereigneten sich seitdem an gleicher Stelle. Im Sommer wandte sich die Familie an unsere Zeitung und die Stadtverwaltung: Es müsse etwas passieren. Genau darum kümmere man sich, versprach Beigeordneter Reiner Brüggemann und kann nun erste Zwischenergebnisse melden.
Für die Stadt war zuvor schon klar: Nur ein Kreisverkehr könne eine sinnvolle Lösung bieten. Straßenträger aber sind Kreis und Land und das Land hielt nur eine Ampelinstallation für zeitnah finanzierbar. Die Stadt hat nun Untersuchungen dazu in Auftrag gegeben und hält Ergebnisse in Händen, die andere Perspektiven aufzeigen.
100000 bis 150000 Euro würde eine Ampelanlage kosten, hinzu käme noch Unterhaltungsaufwand, so Reiner Brüggemann. Die neuen Untersuchungen belegen, dass man mit Investitionen in ähnlicher Größenordnung auch eine Kreisellösung umsetzen könne. Ein Kreisverkehr nämlich wäre möglich, ohne in Seitenaste und vorhandene Straßeninseln einzugreifen. Ein Kreisel im Endausbau würde nach groben Berechnungen 170000 Euro kosten. Ein provisorischer Kreisel mit Nutzung des an der Robert-Koch-Straße frei werdenden Provisoriums wäre für rund 80000 Euro zu haben.
"Der bessere Weg wäre eindeutig ein endgültiger Kreiselausbau", formuliert Brüggemann städtische Prioritäten. Mitte November werde die Stadt nun mit Vertretern von Kreis und "Straßen NRW" über Lösungsansätze reden und dabei für einen Kreiselausbau, zumindest aber ein Kreiselprovisorium eintreten.
"Eine Realisierung aber könnte Monate, vielleicht mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen", so Brüggemann. Man werde deshalb auch für die Zeit bis dahin weitere Maßnahmen vorschlagen, von Optimierung der Beschilderung, Begrenzung von Kurvenradien durch Poller bis zu provisorischen Rüttelstrecken.
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