Stadt ruft zu Geduld auf
13.12.2011 | 18:35 Uhr 2011-12-13T18:35:00+0100
Kamen. Vor vorschnellen Schlüssen aus der sich abzeichnenden politischen Mehrheit im Land für eine Abkehr vom Zwang zur Dichtheitsprüfung warnt Jörg Mösgen, Leiter des Eigenbetriebes Stadtentwässerung. Selbst wenn die Dichtheitsprüfung gekippt werde, bleibe die Verpflichtung, private Kanäle in korrektem Zustand zu halten.
Vor vorschnellen Schlüssen aus der sich abzeichnenden politischen Mehrheit im Land für eine Abkehr vom Zwang zur Dichtheitsprüfung warnt Jörg Mösgen, Leiter des Eigenbetriebes Stadtentwässerung. Selbst wenn die Dichtheitsprüfung gekippt werde, bleibe die Verpflichtung, private Kanäle in korrektem Zustand zu halten.
Nur Spekulation
Mösgen rät, nun in Ruhe Entscheidungen in Düsseldorf abzuwarten. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Dichtheitsprüfung ersatzlos gestrichen werde. Immerhin seien schon Grundstückseigentümer im Blick auf diese Regelung aktiv geworden und hätten Geld investiert.
Die Stadt müsse nach endgültigen Entscheidungen prüfen, wie man damit umgehe. Im Bewusstsein der Sonderrolle des Landes in dieser Frage habe man sich schon bisher für einen moderaten Kurs in Kamen entschieden. Andererseits sei die Pflicht, defekte Kanäle zu sanieren, schon zuvor gesetzlich verankert gewesen.
Für anstehende Kanalbauprojekte wie an der Derner Straße bedeute das voraussichtlich, dass defekte Hausanschlüsse in jedem Fall auf Kosten der Grundstückseigentümer saniert werden müssen. Ob tatsächlich die Pflicht entfalle, auch weitergehende Kanäle auf den privaten Grundstücken zu überprüfen und gegebenenfalls zu sanieren, sei nach derzeitigem Stand nur Spekulation.
Zu begrüßen sei auch aus seiner Sicht, so Mösgen, wenn anderen Orts berichtete Härtefälle nicht zum Tragen kommen, bei denen die Dichtheitsprüfung im Extremfall zu einem Hausverkauf geführt hätte. In Kamen habe man sich bisher schon um Augenmaß bemüht.
Nun bleibe Stadt und Bürgern nur, Geduld zu haben, bis der weitere Weg klar sei.
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