Spielnarren luden Karnevalsmuffel ein
15.02.2010 | 19:00 Uhr 2010-02-15T19:00:00+0100
Methler. Aus dem Alter für närrisches Treiben sind sie irgendwie heraus, zu alt für Spiele dagegen nicht. Christian Artelt: „Karnevalsumzüge haben wir gemacht, als die Kinder noch klein waren.” Rosenmontag folgte er der Einladung an die Karnevalsmuffel der Stadt ins Bürgerhaus.
Eingeladen seien alle, die keinen Spaß daran haben sich zu verkleiden, erklärt Jan Kalthoff von der AWO. Tatsächlich waren aber nicht alle Anwesenden gleich absolute Karnevalsmuffel – einige mögen Gesellschaftsspiele einfach noch lieber als Verkleidungen. „Das ist so eine Geschmacksfrage”, meint Hans Pöter.
„Das ist hier die absolute Premiere”, sagte Jan Kalthoff in erwartungsvollem Ton. Angst vor mangelndem Publikum hatte er keine. Schließlich haben die Spielenarren und die Spielerunde der AWO regelmäßige Besucher. Das Team der AWO stellte dabei klar: „Es kann alles gespielt werden, nur keine Videospiele”, schließlich sollen die Jugendlichen die Bildschirme auch mal ruhen lassen.
Direkt neben dem Eingang der Halle waren in einer langen Reihe verschiedenste Spiele aufgestellt, die im Laufe des Nachmittages gespielt wurden. Viele Spieler brachten eigene Spiele mit. „Durchschnittliche Spieler haben etwa zehn Spiele zuhause. Die Bekloppten haben über 90”, sagte Christian Artelt lachend und zählte sich selbst zu den „Bekloppten”. „Spielenarren” heißt denn auch ihr Treff.
Nach einem kurzen Gespräch über die Regeln – nicht jeder mag erst noch lange Anleitungen lesen – ging es zur Sache.
Keine Probleme mit
schlechten Verlierern
Zwar waren sich alle einig, dass sie schlechte Verlierer seien, aber Probleme gab es deswegen noch nie – es sei schließlich nur ein Spiel.
Kinder und Jugendliche stürzten sich auf das Yu-Gi-Oh-Spiel. Ein Paar Meter weiter probierten sich Mitarbeiterinnen des Bürgerhauses am indischen Carrom. Für Jan Kalthoff stand am Ende fest: Auch Karnevalsmuffel können Spaß haben.
Der Methleraner Spieletreff tagt monatlich im Bodelschwinghaus. Kontakt www.spielenarren.de oder per Telefon: 281237.
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