Sonderposten-Discounter Joker-Outlet kommt
08.10.2009 | 23:45 Uhr 2009-10-08T23:45:00+0200Kamen. Schneller, als es die Verwaltung erwartet hat, bahnt sich in der seit gut zwei Monaten leer stehenden Hertie-Immobilie eine Nachfolge-Lösung an.
Ob die allerdings ins Konzept der Stadtspitze passt, die an diesem prominenten City-Standort notfalls auch durch einen vorübergehenden Erwerb der Immobile, Einfluss auf die weitere Entwicklung nehmen wollte, darf bezweifelt werden. In Kürze soll hier nämlich nach Informationen unserer Zeitung eine Filiale des bisher vor allem im Norddeutschen aktiven Sonderposten-Grossisten „Joker-Outlet“ entstehen.
Gestern jedenfalls war im ehemaligen Hertie-Haus schon geschäftiges Treiben zu beobachten.
Auf der Internetseite des Unternehmens, das bisher 13 Filialen betreibt, finden sich speziell für Kamen Stellenangebote für eine(n) Marktleiter(in) und Verkäufer(innen). Jörg Marin (43), Chef der Rasteder Discount-Kette, die er er erst im Frühjahr 2008 gründete, sorgte zu Beginn dieses Jahres bundesweit für Aufsehen, als er in Pattensen bei Hannover einen Discounter mit einer Verkaufsfläche von 17000 qm (vier Fußballfelder) eröffnete. Nach einem auf der homepage des Unternehmens veröffentlichten Bericht der Nordwest-Zeitung machte die Firma im ersten Jahr schon 20 Millioen Euro Umsatz. Zu Marins Imperium sollen mittlerweile elf Firmen und 180 Mitarbeiter gehören. Das Unternehmen ist bundesweit auf Expansionskurs und sucht deshalb weitere Ladenlokale mit einer Mindestverkaufsfläche von 1000qm. Zum Sortiment gehören Produkte, die von einem gruppeneigenen Großhandel weltweit und in großer Stückzahl aufgekauft werden, um sie später zu Tiefstpreisen zu verkaufen – vom T-Shirt bis zur Elektrosäge. Marin hat wegen der großen Warenmengen inzwischen zwei regionale Lager eingerichtet. In manchen Medienberichten wird auch auf für die Branche ungewöhnliche Öffnungszeiten hingewiesen: werktags 14 bis 19 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr. Die Bezahlung mit ec-Karte soll angeblich nicht möglich sein.
Unklar ist, ob Joker-Outlet die Hertie-Immobilie erwerben wird. Ein Gebot kann eigentlich nicht vorliegen, weil sich die Stadt ein Vorkaufsrecht hat einräumen lassen. Insofern liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier zunächst um eine Zwischenvermietung handelt. Auf diese Weise erzielt der Immobilienbesitzer beziehungsweise dessen Gläubiger immerhin Einnahmen, die er bei einem Leerstand und mangels Kaufabschluss nicht hätte. Ob bauordnungs- und genehmigungsrechtliche Fragen einer baldigen Eröffnung im Wege stehen, bleibt abzuwarten.
12:18
Habe diesen Laden besucht. Wirklich schön,
wie Europalletten und Gitterboxen, Paletten- Kartonagen und Wühltische aufgereiht sind. Und erst die Ware ganz besonders toll und es riecht auch gut nach frischen Chemiekalien. Nur leider kann ich von diesen schönen Sachen nichts gebrauchen. Und auch das viele Personal immer da wenn man Fachberatung für die Entsorgung braucht. Ganz Toll!!
08:19
Alle wie ihr da jammert wart sicher die ersten die dort auf der Platte standen und gekaut habt.. nur nicht zugeben das man da sogar was gefunden hat *lach*
Echt beeindruckend euer gejammer....
19:32
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19:31
Ich frage mich wie solche Läden in dieser Top-Lage überleben können? Hertie hat es nicht geschafft...
19:31
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22:57
KAMEN - Ein Erlebnis der besonderen Art!
Rechtzeitig nach der erfolgreichen Bestätigung der Stadtspitze, bei der letzten Kommunalwahl, hat die Abteilung Stadtentwicklung nun die Quittung für „Spitzenmarketing“ im Bereich Wirtschaftsentwicklung bekommen.
Joker Outlet! – Juckuhu – das ist kaum zu toppen! Die Neugierde trieb mich heute in die Stadt und leitete mich direkt in das Überangebot der Dinge die Welt nicht braucht. Der erste Eindruck erinnerte an eine Massagenkarambolage auf der Autobahn. „Jeweils ein umgekippter LKW mit Schuhen vermischt sich mit weiteren Gütern die noch einen neuen Besitzer suchen.“ So oder ähnlich bot sich mir ein Bild des Grauens in einer Verkaufruine in Kamens Mitte.
Wenn unser Kaufverhalten nun soweit gesunken ist, dass wir wie die Aasfresser in Massen über minderwertige Produkte herfallen, denke ich ernsthaft darüber nach ein neues Eventgewerbe anzumelden. „Eine Butterfahrt auf die Autobahn zur nächsten LKW-Karambolage – Einkauf direkt ab Mittelstreifen!“ „Schuhe – Bananen – Kaffee – egal, wir kaufen alles!“ Der Vorteil: Die Schnäppchenjäger haben den Kitzel direkt vor Ort und sparen vielleicht noch den einen oder anderen EURO der sonst für Energiekosten oder Miete veranschlagt wird. Da innerhalb einer Stunde der Ramsch auf der Autobahn entsorgt wird, spart man sich die Aufräumarbeiten in einer dafür extra teuer angemieteten ehemaligen Karstadtimmobilie.
Hinzu kommt, dass eventuell Besucher von außerhalb dann nicht mehr den Eindruck gewinnen, dass Kamen gleich neben .....liegt.
Nachdem ich ohne Kaufkraft den Ausgang erreicht habe, wurde ich dann von einer angestellten „Joker-Fachsicherheitskraft“ mit deutschsprachigen Grundkenntnissen auf meinen kleinen Karton angesprochen. Gott sei Dank handelte es hier um ein Produkt der etwas gehobenen Güteklasse, welches ich in einem anderen Handelshaus in Kamen gekauft habe. Somit war schnell klar, dass ich hier nichts geklaut habe. Mein Eindruck: Wer bei Joker klaut muss sich schämen, dass er dort gesehen wird! ;-)
19:47
Ach - ist KiK vielleicht kein Ramschladen? Da kann ich doch nur herzhaft lachen über so eine Naivität.
10:18
Oh man,
mal wieder so ein Ramschladen. Mag ja sein, dass so ein Laden in der Lage ist den Geldbeutel zu schonen, nur wenn ich schon in die Schaufenster schaue ....
Kartons über Kartons ... Also ganz noch dem Motto Billig Billiger RAMSCH!
Sorry, aber ich finde das Kamen so ein Geschäft in so einer Toplage bei weitem NICHT benötigt. Karstadt darf gerne mit einem Breiten Sortiment wieder kommen ... Oder vielleicht auch kleine Geschäft - ein mini Allee Center ... das wäre auch gut.
Ich hab wenn es nicht anders ging einen großen Bogen um solche Geschäfte gemacht. Ausserdem hat Kamen einen 1€ Shop und der ist gut und reicht. KIK gibts auch ... Also das Angebot reicht!
16:38
Das brauchen wir in Kamen. Noble Läden mit hochpreisigen Artikeln gibt es in unserer Stadt genug.
Ein Sonderpostenmarkt bzw. Outlet kann es sich heute nicht mehr erlauben, als Ramschbude aufzutreten.
Ein vernünftiger Verkauf von hochpreisiger Ware zu günstigen Preisen ist das, was wir als Bürger brauchen um unsere Geldbörse ein wenig zu schonen.
Auch die Aussage der Stadt bezüglich der Lage dieses Objektes kann ich nicht akzeptieren.
Mit einem solchen Laden und der mit Sicherheit überörtlichen Werbung ziehen wir uns Käuferschichten aus dem Umland nach Kamen, hinter dem schon seit ewiger Zeit hergejammert wird.
Dann ist es Sache der bereits ansässigen Händler diese neuen Kunden an Kamen und die liebenswerte Stadt als Dauerkunden zu binden.
11:21
Mag im Norden nicht schlecht sein. Ich bezweifle aber, daß das in Kamen funktioniert. Es wird viel davon abhängen wie die Aufmachung und Warenpräsentation aussieht. Wenn es den Charme eines Ein-Euro-Discounters hat, dann ist ein Scheitern vorprogrammiert.