Schwimmer verkaufen Sporthotel
05.01.2010 | 10:00 Uhr 2010-01-05T10:00:00+0100Kamen. Regelmäßig in der Vergangenheit mussten sich die Mitglieder des Schwimmvereins Kamen 1891 mit dem Thema Verkauf des Sporthotels am Schwimmbad auseinandersetzen.
Im Jahr 1990 stimmten sie gegen eine Veräußerung der Immobilie und widersetzten sich damit einem Vorschlag des Vorstands, der sich wegen der hohen Belastung durch die Herberge für den Verkauf ausgesprochen hatte.
Auf der Jahreshauptversammlung im März 2009 aber gaben die Schwimmer schließlich ihr Okay für den Verkauf, der jetzt beinahe abgewickelt ist. Pächter Klaus Seepe hat das Sporthotel, das mehrere Jahrzehnte im Besitz des Schwimmvereins war, erworben. Er und sein Bruder betreiben es bereits seit fünf Jahren. „Die Verträge sind unterschrieben”, erklärt Klaus Seepe. Endgültig unter Dach und Fach sei der Verkauf dann Ende Februar.
Dabei hatten im Frühjahr letzten Jahres zunächst die Gemeinschaftsstadtwerke GSW Kaufabsichten signalisiert (wir berichteten). Hintergrund dafür war ein spezieller Eintrag im Grundbuch, wonach das Sporthotel nicht an Privatleute verkauft werden durfte. „Nach Rücksprache und Verhandlung mit der Stadt ist der gelöscht worden”, schildert SV-Vorsitzender Klaus Kreuzmann. Die GSW seien zurückgetreten, Klaus Seepe habe kaufen können. Er will nun einige Veränderungen vornehmen. „Da muss einiges an der Optik gemacht werden”, sagt er. Ein neues Dach müsse her, teilweise neue Fenster eingebaut werden und ähnliches. Alles Arbeiten, die unverzichtbar seien, so Seepe. Und teuer, was den SV schließlich auch zum Verkauf des Hotels bewog.
„Das Sporthotel bleibt natürlich weiterhin unser Vereinsheim”, sagt Kreuzmann. Überdies würde der alte Pächter und neue Besitzer Klaus Seepe die Herberge im Sinne des Vereins weiterführen. „Und wir sind nur noch Gäste, nicht mehr Besitzer.”
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