Schulausflug zum Rohre schweißen
08.02.2012 | 17:05 Uhr 2012-02-08T17:05:00+0100
Kamen.Die 9. Klasse der Gesamtschule unternahm am Mittwoch eine Betriebsbesichtigung auf dem Gelände der GSW. Dabei lernten sie alles rund um das Schweißen, das Isolieren von Leitungen und das Finden von defekten elektrischen Leitungen.
„Wir haben eine Lernpartnerschaft mit diversen Schulen“, sagt Petra Hengst, Leiterin der Personal- und Ausbildungsabteilung. „Schüler erhalten bei uns Informationen unserer Berufe, und es ist natürlich immer schön, wenn sich danach welche bei uns als Praktikant oder Auszubildende bewerben.“ So besuchten die Schüler alle möglichen Arbeitsbereiche auf dem Betriebsgelände, angefangen vom Umspannwerk über die Erklärung eines Servicewagens bis hin zu einer extra für solche Besichtigungen eingerichtete Werkstatt.
In dieser Werkstatt konnten die Jungs und Mädchen bei einigen Demonstrationen zuschauen, wie z.B. das Zuschweißen eines Rohres. Nachdem die Schutzbrillen verteilt waren, demonstrierte Ausbildungsmeister Christof Dettmann die Arbeiten mit der 3200°C heißen Flamme. Dabei kam er mit der Flamme zu nah an das Rohr, was in einem lauten Knall resultierte. Nach diesem Vorfall dürfte auch der letzte Schüler seine ganze Aufmerksamkeit diesen Arbeiten widmen. Einen lauten Knall gab es auch bei der Kabelfehleranalyse. Mithilfe von verschiedenen Geräten wurde demonstriert, wie defekte unterirdische Kabel entdeckt werden. Dazu wird ein starker Stromstoß losgeschickt, welcher an der defekten Stellen einen lauten Knall erzeugt. Den 14-jährigen Onay Karadag hat das besonders beeindruckt. „Ich interessiere mich sehr für diese Elektronik und könnte mir durchaus vorstellen, im Elektrobereich eine Ausbildung zu machen“, sagte er. Angst vor eventuellen Stromschlägen hat er nicht. „Sowas macht mir nichts aus, außer es handelt sich um so einen Starkstrom“.
Schließlich durften die Schüler auch selbst Hand anlegen. Mithilfe eines langen Metallrohres konnten die Schüler das Isolieren von Leitungen üben. Dazu wurde eine Folie fest um das Rohr gewickelt. „Praktisch zu arbeiten fördert natürlich die Motivation“, sagt Dettmann. „Motivierte junge Leute können wir hier gut gebrauchen“, fügt Hengst hinzu. „Wir finden es immer gut, wenn wir Leute in einer Praktikumszeit kennen lernen und sie dann direkt in die Berufswelt einfügen.“ Der Besuch der Gesamtschule soll nicht der letzte gewesen sein. Im Mai ist die Freiherr-von-Stein-Realschule aus Bergkamen dran.
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