Schon im Alter von zehn Jahren aufs erste Moped gespart
06.09.2010 | 10:36 Uhr 2010-09-06T10:36:00+0200Kamen.Im Alter von zehn Jahren entdeckte Dirk Ebbinghaus, stellvertretender Bürgermeister und Fleischermeister, eine besondere Leidenschaft für sich: die Autopflege.
Da jedoch Ende der 1950er Jahre noch nicht ganz so viele Autos unterwegs waren, war besondere Qualität gefragt – und die lieferte Dirk Ebbinghaus, wie er anschaulich berichtet: „Ich habe die Autos nicht nur gewaschen, sondern auch poliert und Rost entfernt.“ Zu seinen Spezialitäten gehörte das Polieren. „Ich habe auf einer Kirmes einen Verkäufer gesehen, der für seine Politur warb, indem er Spiritus auf ein Auto goss und dieses anschließend anzündete.“ Dirk Ebbinghaus war überzeugt, erwarb die Politur und wurde nicht enttäuscht. „Eine tolle Politur“, schwärmt er noch heute. Nachdem er zunächst die Wagen seiner Großväter gereinigt hatte, wurden auch schnell die Nachbarn auf ihn aufmerksam. „Ich hatte keinen festen Preis, aber die Leute haben mir immer ein oder zwei D-Mark gegeben“, so Ebbinghaus.
Und Ebbinghaus wusste auch schon als Zehnjähriger genau, was er später mit dem Geld machen würde: ein Moped kaufen. Und sechs Jahre später war es dann soweit. „Für mein Traum-Moped, eine Kreidler Florette, hat es allerdings nicht ganz gereicht.“ Die fuhr nämlich ein Klassenkamerad. Der hatte nicht etwa fleißiger gearbeitet, sondern ein reiches Elternhaus ...
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