Rechte wollen plakatieren
17.04.2010 | 04:00 Uhr 2010-04-17T04:00:00+0200
Kamen. Nachdem die FDP das Wahlkampfabkommen platzen ließ, drohen Plakataktionen radikaler Parteien. Die Republikaner kündigen das bereits an. Die Stadt nimmt den Hinweis ernst. Etablierte Parteien wollen sich nicht auf ein Wettplakatieren einlassen. Sie bedauern den Bruch der Wahlkampftradition.
Bürgermeister Hermann Hupe glaubt, dass mit der Entscheidung der FDP, das Wahlkampfabkommen nicht zu unterschreiben und das Verwaltungsgericht anzurufen, erstmals in Kamen die Tür geöffnet wurde für Plakatierungen von Parteien am äußersten Rand des politischen Spektrums. Das Vorgehen des FDP-Landtagskandidaten sei formal korrekt, betont der Bürgermeister. Die politische Bewertung sei Sache der Parteien. Es habe Plakatierungsversuche der Republikaner gegeben. Die Stadt habe diese Plakate auf Basis bisheriger Verwaltungspraxis entfernt.
Auch künftig müsse die Stadt zwar nicht jedes Plakat dulden. Allerdings scheide das Plakatierungsabkommen als Ablehnungsgrund aus. Wenn Plakatierungsanträge eingehen, dann könne die Stadt nur gewollte Standorte zum Beispiel auf verkehrsrechtliche Fragen prüfen. Auch die Nutzung der städtischen Plakattafeln stehe nun unabhängig vom Wahlkampfabkommen politischen Gruppen offen.
Den Bruch mit der bisherigen Tradition bedauern übereinstimmend SPD, CDU, Grüne und Linke. Sie alle fürchten einen Dammbruch gegenüber Rechten. Sprecher der Parteien ragieren auf Anfrage deutlich. Als „Sehr sehr schlecht” empfindet Friedhelm Lipinski für die SPD die Entwicklung. Da habe sich jemand zum „Steigbügelhalter rechter Politik machen lassen”, betont er. „Sehr bedauerlich” findet Klaus-Bernhard Kühnapfel für die Grünen, dass nun auch Kamen eine „Verschandelung” im Wahlkampf drohe. Die Argumente dafür seien überhaupt nicht nachzuvollziehen. „Wir stehen für einen totalen Wahlkampf nicht zur Verfügung”, urteilt für die Linke Gabi Lenkenhoff. Schon jetzt kämen die Parteien kaum nach, immer häufigere rechte Paraolen auf Plakaten zu entfernen. Für die CDU bedauert Wilhelm Kemna den „Stilbruch”. Er sei sicher, der Wähler werde wahrnehmen, wer die bewährten Spielregeln gebrochen habe. Alle vier kündigen an, keine zusätzlichen Plakate kleben zu wollen.
FDP-Ortsverbandsvorsitzender und Landtagskandidat David Karnas schätzt die Problematik drohender rechter Plakatierungen weniger dramatisch ein. Er sagt: „Demokratie hält auch rechtsextreme Parteien aus.”
14:14
@ 13 riga-jonas
Ich denke es geht den meisten hier nicht darum populistischen draufzuhaun, sondern es geht darum mir jedenfalls, dass keine extremistische Partei die Möglichkeit oder Plattform bekommt sich in der Öffentlichkeit mit diskriminierenden Äußerungen auff sich Aufmerksam zu machen.
19:07
das ein gerichtsentscheid zur plakatierung im wahlkampf zu einer solch ueberbordenden aktivitaet auf den kamener seiten fuehrt ist schon erstaunlich; interessant ist allerdings auch der eher einge-/beschraenkte meinungsaustausch ... und um das plakatieren geht es anscheinend ueberhaupt nicht; auch schoen.
viel spass beim populistischen draufhaun!
21:37
Meine Stimme bekommen die Republikaner und wenn man sich so umhört, dann werden die REPs von einigen gewählt werden.
15:28
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15:26
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15:05
Ich bekomme in den Foren inzwischen den Eindruck, das alles was Pro Deutsch ist auch rassistisch sei. Das hier sicherlich auch braune Sprüche auftauchen, will ich gar nicht bestreiten. Aber nicht alles ist rassistisch. Natürlich darf man gegen Minarette sein. Man darf auch gegen blaue Dachpfannen sein.
Das ist halt Demokratie
Eine Volksabstimmung wäre doch ein politisches Desaster!!!
Es fällt schon auf, das die FDP äußerst häufig falsch verstanden wird, wenn man im Anschluß an einen Artikel die Leserbeiträge sieht. Ich war heute in der Marina Bergkamen. Da hat die FDP den Hafen förmlich tapeziert. Ich kann mir nicht vorstellen, das eine andere Partei noch ein freies Plätzchen findet. Hoffentlich findet man nach der Wahl und dem desaströsen Ergebnis noch Zeit den ganzen ****** abzuhängen.
13:22
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13:13
um die plakete rechter parteien würde ich mir ja wenig sorgen machen :D
11:34
Was sind die Republikaner, demokratisch??? Selten so gelacht....
Republikaner, DVU, NPD auf der einen Seite und KPD usw. auf der anderen Seite haben eins gemeinsam...das sind todsicher keine wirklich demokratischen Parteien und sind extremistische Menschenverächter...sch**** Lumpenpack
23:35
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