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Rat einig: Arbeit im Rathaus verdichtet

15.02.2008 | 21:02 Uhr

Kamen. Einstimmig stimmte der Rat der Stadt am Donnerstag für den Stellenplan der Verwaltung. Sparbemühungen wurden anerkannt, die hohe Arbeitsleistung der Rathausmitarbeiter betont. ...

... Die aber fordern mehr Geld und werden Dienstag dafür auf die Straße gehen. Das Kamener Rathaus ist einer der zentralen Standorte, die die Gewerkschaft für ihren Warnstreik am Dienstag benennt. Vor der Tür wollen sich ab 11 Uhr Streikende auch aus Nachbarstädten versammeln und auf ihre Tarifforderungen hinweisen. Seit Jahren habe es keine Lohnzuwächse gegeben, wohl aber immer mehr Arbeit, schildert Personalratsvorsitzender Uwe Fleißig die Lage.

Diese Arbeitsverdichtung anerkannten bei der Ratsdebatte alle Fraktionen. Für die SPD betonte Michael Krause, dass der Stellenabbau "irgendwo" ein Ende haben werde - durch die Belastung der Mitarbeiter und die Pflicht, öffentliche Aufgaben zu gewährleisten. Für die CDU unterstrich Reinhard Hasler, dass die Beschäftigten im Rathaus einen erheblichen Sparbeitrag leisten.

Uneins waren sich die Fraktionen in der Bewertung der Einführung einer neuen Hierarchieebene mit Sachgebietsleitern. Die SPD lobte die Neuregelung, CDU und Grüne sahen darin eine Abkehr vom Bemühen um straffe Verwaltungsorganisation.

Die Grünen wiederholten außerdem ihre Kritik an der Bündelung des Fachbereichs Kultur und des Bürgermeisterbüros. Man kritisiere nicht die personelle Entscheidung, sorge sich aber darum, ob dieses Aufgabenpaket zu bewältigen sein werde.

An Stellenanhebungen und Beförderungen gab es keine Kritik, die seien auch angesichts der Finanzlage im Rahmen und mit Augenmaß erfolgt. Bedenklich ist für Grüne, sogar nicht ausreichend für die GAL das Ausbildungsengagement der Stadt. Die GAL regt an, über eine Ausweitung nachzudenken über eigenen Bedarf hinaus.

Von Klaus-Peter Wolter

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