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Pizza-Service liefert prompt und lecker

19.02.2010 | 17:10 Uhr

Kamen. Wer beim Pizza-Service bestellt und den Karton an der Haustür in Empfang nimmt, darf sicher sein: Wo Pizza drauf steht, ist auch Pizza drin. Mit dieser nüchternen Erkenntnis wollten wir uns aber nicht zufrieden geben.

Kurzerhand nutzten wir die Mittagspause zum Test und ließen uns von drei zufällig ausgewählten Kamener Pizza-Bäckereien mit eigenem Lieferservice das Essen bringen. Pizza satt - im wahrsten Wortsinn.

Lieferzeit weniger

als 30 Minuten

Wir bestellten bei Pizzeria Da Antonio, Derner Straße 50, bei Vulcano Steinofen Pizza, Stadtpark 11, und beim Pizza-haus Da Pippo, Westenmauer 49. Wer hier Pizza ordert, hat die Qual der Wahl. Die größte Auswahl bietet das Pizza-Haus Da Pippo (Inhaber Giuseppe Ragonesi) mit 54 Variationen. Üppig auch das Angebot von Pizzeria Da Antonio (Inhaber Antonio Di Grazia) mit immerhin 41 verschiedene Pizzen. Die Vulcano Steinofen Pizza (Inhaber Lirim Shabanaj) hat 36 verschiedene Leckereien zur Auswahl. Alle drei genannten Lokale bieten ihre Pizzen in drei unterschiedlichen Größen an. Auf Wunsch sind Extra-Beläge möglich.

Der besseren Vergleichbarkeit wegen bestellten wir in allen drei Pizzerien jeweils eine „Vier Jahreszeiten” (Quattro stagioni) und eine vegetarische Pizza in mittlerer Größe. Erste Überraschung dabei: Da Antonio liefert Dienstag bis Samstag erst ab 17 Uhr. Für uns kein Problem. Die Pizzen aus diesem Haus gab es deshalb nachmittags, quasi zum verspäteten Nachtisch. Zweite Überraschung: Broccoli ist aus, teilte man uns bei Vulcano mit. Die beiden anderen Pizzerien konnte ihre vegetarische Variante mit Broccoli anbieten.

Alle drei lieferten ausgesprochen zügig. In weniger als 30 Minuten standen die Gerichte auf dem Tisch. Alle noch frisch duftend und warm. Die vorbeugende Warnung von „Vulcano” es könne 40 Minuten dauern, trat nicht ein. Ihre Pizzen, angeliefert von einem äußerst freundlichen Fahrer, trafen bereits 23 Minuten nach Bestellungsaufgabe ein. Da Pippo benötigte nur wenig länger (27 Minuten). Am Nachmittag lieferte Da Antonio seine Ware nach 24 Minuten aus.

Die alles entscheidende und heikle Frage aber: Wie schmeckt's? Acht hungrige Testesser, drei Frauen und fünf Männer, waren angesichts eines von der Redaktionsleitung gesponsorten Gratismenüs schnell gefunden. Auch wenn sich schließlich nach kritischer Begutachtung von Teig und Belag und genüsslichem Verzehr schließlich ein Favorit herausstellte, waren alle getesteten Pizzen richtig lecker. „Ich würde in jeder der drei Pizzerien wieder bestellen”, brachte es unser Fotograf auf den Punkt. Was ihm nickendes Zustimmen und diese Aufforderung unseres Bergkamener Kollegen eintrug: „Morgen! Das gleiche noch einmal!”

Über Geschmack lässt sich bekanntlich (nicht) streiten. Immerhin zeigen unsere Testergebnisse eine klare Tendenz. Einige objektive Fakten unterscheiden die drei Anbieter dennoch: Vulcano liefert im Gegensatz zu den beiden Mitbewerbern Pizza aus dem Steinofen. Außerdem gibt es bei Vulcano auf der „Quattro Stagioni” keinen Thunfisch.

Quattro Stagioni

mit Thunfisch...

Mag die Mengendosierung der Beläge von Hand auch von Tagesform und Zufall abhängig sein, Fakt ist: Die schwerste Pizza (640Gramm) lieferte Da Pippo mit ihrem vegetarischen „Plätzchen” aus. Da Pippo hat neben Da Antonio mit ihren 490 Gramm Teilchen „Vier Jahreszeiten” allerdings auch das Leichtgewicht im Test. Besonders viel Käse, alle Anbieter verwenden Gouda und keinen Mozarella, wird bei Da Antonio und Da Pippo zum Überbacken benutzt.

Testfazit: Wer zügig bedient werden will und Pizza mag, egal ob vom Italiener oder vom Kosovaner (wie bei Vulcano), ist bei allen drei Anbietern gut aufgehoben. Die Unterschiede liegen im Detail und sind, das sei noch einmal ausdrücklich betont, Geschmacksache. Mit Rücksicht auf die Herkunft der getesteten Pizzabäcker fällt unser Urteil zwiespältig aus: Buono! Mir!

Ob es Ihnen auch schmeckt, müssen Sie selbst testen....

DerWesten

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