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Fusion für 2013 angepeilt

Neues Klinikpaket wird geschnürt

07.02.2012 | 19:04 Uhr
Neues Klinikpaket wird geschnürt
Das Hellmig-Krankenhaus soll Teil des Klinikums Westfalen werden. Fotos: Dietmar Wäsche

Kamen.Zum 1. Januar 2013 könnte die Hellmig-Klinik mit dem Klinikum Westfalen und damit dem Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brackel und der Klinik in Lünen-Brambauer fusionieren. Hürde könnten sich noch auftun, räumen beide Seiten ein. Alle Signale aber stehen auf Grün für ein dann aus drei Häusern bestehendes Klinikpaket mit fast 1000 Betten.

Bürgermeister Hermann Hupe bestätigte damit gestern die exklusive Berichterstattung unserer Zeitung. Er will auf diesem Weg Arbeitsplätze und medizinische Versorgung in hoher Qualität sichern. Auch der ärztliche Direktor Dieter Metzner und Verwaltungschef Norbert Vongehr sehen in dem Vorhaben eine sehr gute Lösung. Hans Wilhelm Stodollick, Bürgermeister der Stadt Lünen als Teilhaber des Klinikums Westfalen sieht Vorteile für alle Beteiligten und auch der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Georg Greve betont das Interesse. Ein Stück Skepsis signalisiert der Betriebsratsvorsitzende des Hellmig-Krankenhauses Björn Paul Lucht.

Hupe will sich vom Rat der Stadt im März den Auftrag erteilen lassen, über eine Fusion zu verhandeln. Er geht davon aus, dass in entsprechenden Gesprächen eine Sicherung aller Arbeitsplätze für sechs Jahre möglich sein werde. Die Klinik will außerdem keine Abteilungen aufgeben und Perspektiven sowohl für ihre medizinischen Leiter als auch für die Verwaltungsleitung sichern.

Synergien bei Labor, Sterilisation, EDV oder Verwaltung sollen zunächst über die normale Fluktuation abgewickelt werden. Gerade hier sollen Vorteile liegen. Weil Kosten in den Kliniken steigen, Einnahmen dem aber nicht folgen, müsse man Potenziale für eine Sicherung der Wirtschaftlichkeit leisten. Chefarzt Dr. Metzner und Verwaltungschef Vongehr sehen im Fall einer Fusion Hoffnungen auf Sicherung des Angebotes und auf mehr Invest und neue medizinische Entwicklung. Die Stadt Kamen will sich nicht finanziell zurückziehen sondern Eigentumsanteile gegen Anteile an der neuen Gesellschaft eintauschen.

Die Stadt werde auf einem solchen Weg in Zukunft aber nicht Entscheider sein. Die Belegschaft wurde am Montag bereits informiert. Hier sorge man sich, ob im Verbund wechselnde Einsatzorte möglich seien oder im Zuge späterer Aussiedlung von Abteilungen ein Ausstieg aus Tarifen droht. Hupe geht davon aus, dass all das Inhalt des Gesellschaftsvertrages wird.

Klaus-Peter Wolter

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