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Mordlust im Bornekamp

10.02.2012 | 15:42 Uhr
Mordlust im Bornekamp
Autorenlesung Astrid Plöner

Kamen.Ob Mörder, Geldfälscher oder Erpresser - Autorin Astrid Plötner erschafft die unangenehmsten Zeitgenossen in ihren Gedanken und jetzt sogar im Buch. Am Donnerstag las die Unneranerin in der Stadtbücherei aus ihrem Erstlingswerk.

„Krimi ist mein Lieblingsgenre“, sagt Astrid Plötner. Zwar habe sie sich auch schon an Liebesromanen und Fantasy-Geschichten versucht, die bereits Teil diverser Anthologien waren. Doch Storys über eiskalte Mörder und Gänsehaut erregende Verbrechen geben ihr den richtigen Kick.

Blutrünstige Fantasien

Im gemütlichen Dachgeschoss der Stadtbücherei las sie drei Kurzgeschichten des Buches „Traue keinem Mörder“ vor kleinem Publikum als Kostprobe ihrer blutrünstigen Fantasien.

Besonders fesselnd ist ihr Kurzkrimi „Das Drachenauge“, in dem es um einen Juwelier in Zahlungsnöten geht, der einen Freund beauftragt sein Geschäft auszurauben, um seine Versicherung zu betrügen. Doch der vermeintlich gute Freund macht sich nach dem fingierten Raub tatsächlich mit der Beute und dem „Drachenauge“ (einem wertvollen Smaragd) aus dem Staub. Astrid Plötners Kurzroman schreit nach Rache. Voller Spannung erwartet das Publikum die folgende Handlung, doch das Ende der Geschichte behält die Autorin für sich.

So auch bei ihrem Krimi „Du bist tot“. „Dieser spielt übrigens in Unna, unter anderem am Bornekamp“, verrät sie. Die Zuhörer lachen. So viel Kriminalität hätten sie der Kreisstadt gar nicht zugetraut. Doch die gebürtige Unneranerin lässt sich nicht selten von ihrer Heimatstadt inspirieren. Darüber freute sich auch die Leiterin der Stadtbücherei Andrea Sternal. „Wir laden gerne lokale Autoren ein“, erklärt sie.

Für Astrid Plötner war dies wohl nicht die letzte Lesung in Kamens Bücherei. Bereits zu Ostern soll ein weiteres Buch der dreifachen Mutter erscheinen.

Diesmal erwartet Krimiliebhaber keine Kurzgeschichtensammlung, sondern ein nervenaufreibender Roman auf 300 Seiten. Der aktuelle Arbeitstitel lautet „Tod und Täuschung“. Wir dürfen also gespannt sein.

Kiga Golomb

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