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Nach Erdfall in...

Ministerium erstattet 861.000 Euro

18.02.2010 | 21:00 Uhr

Kamen. Die Stadt erhält einen erheblichen Teil der durch den Erdfall in Wasserkurl entstandenen Kosten aus einem Sondertopf des Landes erstattet. Mit dieser guten Nachricht kehrte Bürgermeister Hermann Hupe gestern von einem Gesprächstermin in Düsseldorf zurück.

Das Geld soll innerhalb von sechs Wochen in Kamen eingehen. Die noch einmal präzisierte Kostenaufstellung, die die Stadt dem Landesinnenministerium vorlegte, beläuft sich auf 861000 Euro. Darin enthalten sind Personal- und Materialkosten der ersten Sicherungsmaßnahmen, Gutachterkosten und die aufwändigen Bohr- und Verpressungsarbeiten der Folgewochen. Für schäden an Wohnhäusern tritt das Land nicht ein.

Bürgermeister Hermann Hupe lobt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium. Dort habe man sich der Kamener Notlage gegenüber sehr aufgeschlossen und wohlwollend gezeigt. Zeitverzögerungen seien durch den späten Eingang von Rechnungen verursacht worden. Letzte Rechnungsposten hätten sich jetzt erst geklärt.

Natürlich sei es erfreulich, dass die Stadt nun nicht allein auf den von ihr getragenen Folgekosten sitzen bleibt nach einem Ereignis, dass sie ja nicht verursacht habe und auch nicht hätte abwenden können, betont Hupe. Der Erdfall von Wasserkurl aber habe für ein neues Bewusstsein Erdwärmebohrungen gegenüber gesorgt, ist der Bürgermeister überzeugt.

Aus dem Wirtschaftsministerium des Landes, bei dem der geologische Dienst angesiedelt ist, habe man nun Signale erhalten, dass Änderungen des Genehmigungsverfahrens geplant werden.

Bisher mussten geologische Verhältnisse am Standort einer solchen Bohrung nicht geprüft werden. Hermann Hupe: „Nach den Ereignissen in Wasserkurl scheint sicher, dass eine Klärung der Verhältnisse im Untergrund vor einer solchen Bohrung ein Muss ist.”

Klaus-Peter Wolter

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