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Männerwirtschaft zum Lachen

14.02.2012 | 16:29 Uhr
Männerwirtschaft zum Lachen
Kamen, Oskar und Felix in der Konzertaula Kamen

Kamen.Oscar und Felix – zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine ein schlampiger Chaot, der nichts als Poker und Frauen im Kopf hat, der andere ein Pedant aller erster Güte, immer auf der Jagd nach dem nächsten Staubkorn. Doch was passiert, wenn diese beiden Gegensätze aufeinander prallen? Dann bleibt kein Auge trocken, wie sich am Sonntag in der Konzert Aula heraus stellte. Die Komödie „Oscar und Felix – Das seltsame Paar im 21. Jahrhundert“ füllte die Plätze, so dass Nachzügler es schwer hatten.

Bekannte Namen

Kaum verwunderlich, lockten doch außer der witzigen Geschichte auch bekannte Namen die Zuschauer. In der Rolle des Oscar Madison sah man Leonard Lansink, der bereits in zahlreichen Fernsehkrimis mitspielte und den viele als Privatdetektiv Georg Wilsberg kennen dürften. Felix Unger verkörperte Heinrich Schafmeister, der bereits als Didi Denkelmann in der Fernsehserie „Die Camper“ den pingeligen Spießbürger mimte. Die Schauspieler wurden der konträren Inszenierung gerecht und stolperten von einer aberwitzigen Situation in die nächste. Heimatlos durch die Scheidung von seiner Frau findet Felix, tief betroffen, ein Zuhause auf Zeit in der Wohnung von Oscar, deren Junggesellen-Charme er aber mit Staubtuch und Lufterfrischer zu Leibe rückt. Das passt Oscar natürlich gar nicht, denn Dreck und Unordnung sind beim Pokerabend mit seinen Freunden Vinnie (Dietmar Pröll), Speed (Tilman Meyn) und Murray (Marcus Born) ohnehin Standard. Konflikte a la „Ich kett ihn in der Küche an, obwohl, der kocht auch in Handschellen“ sind da programmiert. Die rasante Gag-Dichte im ersten Akt sorgte für viel Gelächter und überzeugte das Publikum. „Wirklich gut“, „Wie aus dem Leben gegriffen“, „Mal was richtig Lustiges“ lautete das Urteil der Zuschauer.

Tosender Applaus

Trotz gewisser Längen im zweiten Akt, in dem sich noch zwei hübsche Spanierinnen (Mirjam Radovic und Katja Götz) in das Leben der Zwangs-Mitbewohner verirren, spendet das Publikum am Ende tosenden Applaus.

Maximiliane Rüggeberg

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