Lutherkirche erstrahlt in neuem Glanz
03.08.2010 | 15:35 Uhr 2010-08-03T15:35:00+0200
Kamen.Schwarz und schmierig ist die Rußschicht, die die Luftheizung im Laufe der Jahrzehnte an den Wänden der Lutherkirche abgesetzt hat. Aber schon bald sollen die Wände in neuem Glanz erstrahlen. „Wir planen umfassende Renovierungsmaßnahmen“, erklärt Lutz-Thomas Kusch vom Kreiskirchenamt Hamm.
Vor zwei Jahren wurde der Außenputz saniert und Holzschäden am Glockenturm beseitigt. Jetzt sollen die gesamten Innenwände von der Schmutzschicht befreit werden. Allerdings kommt bei den alten, empfindlichen Wänden eine Nassreinigung nicht in Frage, das eindringende Wasser könnte Schäden verursachen. „Zudem spart eine Trockenreinigung die Wasserkosten“, führt Lutz-Thomas Kusch an. Stattdessen kommen sogenannte „Wish-up-Schwämme“ zum Einsatz. „Diese Schwämme enthalten eine leichte Säure, die den Ruß entfernt“, erläutert Kirchenbaumeister Friedrich Knäpper und reibt zu Vorführungszwecken mit einem Schwamm ein wenig Ruß von den Wänden. Darunter kommt die blütenweiße Kalkfarbe zum Vorschein. „Das funktioniert im Prinzip wie ein Radiergummi“, erklärt der Kirchenbaumeister, „der Schwamm braucht sich während der Reinigung auf“. Auch die beiden großen Wandgemälde links und rechts vom Altar sollen gereinigt werden, allerdings sind diese für die Säure der Schwämme zu empfindlich. „Diese Aufgabe wird ein Restaurator übernehmen“, so Lutz-Thomas Kusch.
Geplant ist eine komplette Innenreinigung der bis zu zwölf Meter hohen Wände. „Außerdem werden kleinere Schäden im Mauerwerk saniert“, führt Hans-Ulrich Gliefe vom Fachbereich Bauen-Planen-Wohnen an. Dazu zählen die Risse, die in den Kirchenwänden durch das alte Baumaterial und schwankende Temperaturen entstanden sind. Sorgen, dass den Besuchern das Dach auf den Kopf fällt, müsse sich bis zur Sanierung aber niemand machen. „Es sind keine konstruktiven Teile betroffen“, so der Fachbereichsmitarbeiter.
Die Kosten für die Innen-Sanierung werden sich nach der Schätzung von Friedrich Knäpper auf 30 000 Euro belaufen, finanziert durch die Kirchengemeinde und Sponsoren. Allerdings ist der Auftrag noch nicht an eine Firma vergeben. Die Sanierung soll in den sechs Wochen vor dem ersten Advent vorgenommen werden. „Ich hoffe, wir haben die Maßnahmen bis Totensonntag abgeschlossen“, so Knäpper. Die Kirche bleibt während dieser Zeit geschlossen, die Gottesdienste werden in die Pauluskirche verlegt.
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