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Tempo-Kontrollen

Langsamer als die Polizei erlaubt

12.02.2012 | 13:20 Uhr
Langsamer als die Polizei erlaubt
Tempomessung der Kreispolizei an der Heerener Straße

Kamen. Landesweit wurden am Freitag und am Samstag Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr durchgeführt. Auch in Kamen überprüfte die Polizei Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren. Andreas Krieter von der Polizeiwache in Werne war mit seinen Kollegen an der Heerener Straße im Einsatz – bei beißenden Minusgraden.

Dienstmütze gegenWollmütze getauscht

Doch die Polizisten waren auf die Eiseskälte vorbereitet. „Wir haben uns dick eingepackt“, erzählt Andras Krieter. Mütze, Handschuhe und viele Lagen Kleidung sollen die Einsatzkräfte während der Lasermessung warm halten. „Aber irgendwann sind die Füße einfach kalt“, gibt Krieters Kollegin Martina Klenner-Grauwinkel zu. Deshalb wechseln sich die Polizisten bei den Messungen auch gegenseitig ab. Doch wirklich viel zu messen gab es an der Heerener Straße am Freitagabend ohnehin nicht. Die meisten Autofahrer hielten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Km/h. „Vorher haben wir in Rünthe am Ostenhellweg gemessen“, so Krieter. Da waren es immerhin fünf Verkehrsteilnehmer, die zu schnell unterwegs waren und angehalten wurden. „Die Autofahrer haben sehr gefasst reagiert“, erzählt Andreas Krieter schmunzelnd. „Wirkliche Ausbrüche oder originelle Ausreden gab es heute nicht“. Die meisten Geschwindigkeitssünder gaben an, nicht auf den Tacho geguckt zu haben. Doch Krieter mahnt zur Achtsamkeit: „Zu hohe Geschwindigkeiten sind immer noch die Unfallursache Nummer eins“. Den einen klassischen Rasertyp gebe es nicht, so Krieter. „Das geht durch alle Schichten und Altersklassen hindurch“. Zu schnell waren die Autofahrer an der Heerener Straße nicht, im Gegenteil.

Die meisten fuhren sogar langsamer als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. „Nun ja, größtenteils wissen die Fahrer natürlich über unsere Aktion Bescheid“, erklärte Andreas Krieter, bevor er vor der Kälte kapituliert und eben schnell Dienstmütze gegen Wollmütze tauschen geht. Doch genau in diesem Moment erwischt Martina Klenner-Grauwinkel einen Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit. Nur leider sind Kelle und Kollege für einen kurzen Moment im Dienstwagen verschwunden. „12 Km/h zu schnell, das wären 20 Euro Verwarngeld gewesen“, erklärt die Polizistin im Nachhinein. Da hat der Autofahrer noch mal Glück gehabt....

Maximiliane Rüggeberg

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