Kunst kommt - Künstlerduo geht
13.01.2010 | 07:30 Uhr 2010-01-13T07:30:00+0100
Kamen. Schaukeln über der Seseke wird möglich werden, auch in die Röhre gucken werden die Kamener beim Projekt über Wasser gehen im Rahmen von Ruhr.2010. Einen „Brückenheiligen” nach Comic-Vorbild aber wird es nicht geben. Das Künstlerpaar Genth und Mutter springt deshalb von der Teilnahme ab.
Es habe Kontroversen gegeben, räumt Christian Frieling, im Kamener Rathaus für die Kulturhauptstadt verantwortlich, ein. Ulrich Genth und Heike Mutter hatten zunächst eine Klappbrücke an der Braunebachmündung installlieren wollen. Die aber hätte das Budget für den Standort um 100 000 Euro überzogen und sei nicht realisierbar gewesen. Der neue Vorschlag von Mutter/Genth sei nach der üblichen Abstimmung zwischen der Stadtverwaltung, dem Kooperationspartner Lippeverband und der Projekt-Kuratorin Billie Erlenkamp verworfen worden. Frieling. „Eine gegossene Comicfigur als Säulenheilige fand vor allem als bleibende Installation keine Zustimmung.”
Dass Künstlerentwürfe geprüft und verworfen werden, ist für ihn ein ganz normaler Vorgang. In diesem Fall aber hätten die Beteiligten eine weitere Überarbeitung abgelehnt und ihre Teilnahme zurückgezogen. Probleme erwartet Frieling dadurch nicht. Die Kuratorin stehe schon mit einem anderen Künstler in Kontakt. Der wolle sich den Standort zeitnah ansehen und einen Entwurf vorlegen. Es bleibe genügend Zeit für die Realisierung, weil das Projekt erst im Juni starte und auch Fundamente für die Objekte erst später geschaffen werden.
Insgesamt bleibe es dabei, dass Kamen als die eigentliche Sesekestadt mit dem längsten Gewässerabschnitt im Stadtgebiet fünf der insgesamt zwölf Kunstobjekte des Kooperationsprojektes realisieren wird. In Bergkamen wird es zwei geben, ebenso in Lünen und in Bönen, Unna und Dortmund je eines. Offiziell startet das Projekt am 13. Juni.
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