Kreisel sollen sicherer werden für Fußgänger
29.10.2008 | 19:25 Uhr 2008-10-29T19:25:41+0100Kamen. Die Stadt will alle zwölf Kreisel im Stadtgebiet darauf hin untersuchen, ob sie im Sinne von mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer, speziell aber für Schulkinder, optimiert werden können.
Der Anstoß stamme von den Mitwirkungsgremien der Eichendorffschule, berichtet Beigeordneter Reiner Brüggemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Die wandten sich an die Stadtverwaltung mit der Bitte, den Kreisel an der Robert-Koch-Straße für Schüler sicherer zu gestalten. Dort sei die Querung der in dem immer noch provisorisch gestalteten Kreisverkehr verbundenen Straßen besonders schwierig, weil Teilbereiche schlecht einzusehen seien.
Die Stadt will dem Ansinnen nachkommen, den Auftrag aber zugleich erweitern. Man wolle für alle Kreisel im Stadtgebiet prüfen, ob bisherige Lösungen sich bewähren, oder ob Optimierungen möglich und angesichts steigender Verkehrsbelastungen auch nötig seien. Immerhin seien weitere Kreisel bereits konkret geplant, darunter einer für die Kreuzung von Lindenallee und Westicker Straße.
Es gehe darum, Parameter für die Gestaltung dieser Kreisverkehre im Sinne von Fußgängern und Radfahrern und im Rahmen von Schulwegsicherung zu finden. Dabei müssten individuelle Verhältnisse geprüft werden, Verkehrsdichte, Einsehbarkeit, Ausleuchtung und Integration in Schulwege zum Beispiel. Dazu werde man natürlich politische Gremien einbinden, aber auch mit Experten von Polizei und anderen Straßenbaulastträgern zusammen arbeiten. Es gehe darum, einen Standard zu entwickeln nicht nur für städtische Kreisel, sondern auch für solche von Kreis und Land. Dabei würden dann natürlich wieder Vorgaben entwickelt, die für diese Partner auch außerhalb der Stadt Handlungsfelder schaffen könnten.
Das Kreiselprovisorium in Methler steht unabhängig von diesem Projekt weiter zur Umgestaltung an. Die Stadt geht davon aus, dass der geplante Kanalbau in diesem Bereich 2009/2010 erfolgen wird. Danach soll ein echter Kreisel ausgebaut werden.
Zur Sicherheit der Kreisverkehre in der Stadt bitten wir auch unsere Leser um ihre Meinung. Sehen Sie Verbesserungsbedarf, haben Sie gefährliche Situationen schon erlebt und haben Sie Verbesserungsvorschläge? Hinweise an die Lokalredaktion unter Tel: 9123120 oder per Mail unter kamen@westfaelische-rundschau.de.
20:30
Meinungsumfragen und Verbesserungsvorschläge an die Lokalredaktion sind ja eine schöne Sache,aber zu der letzten Umfrage zur Radwegsituation vermisse ich eine Stellungnahme der Stadt Kamen.Die Stadt sieht sich ja ganz gut aufgestellt ,was die Bürger nicht so sahen.Hier könntedie Redaktion noch mal nachhaken, ob der ein oder andere Vorschlag auch in die Tat umgesetzt wird.