Kobold macht mit Unfug glücklich
18.06.2010 | 16:55 Uhr 2010-06-18T16:55:00+0200
Methler.Habt Ihr schon mal ein Brot mit Käse und Nutella gegessen oder Fanta mit Senf getrunken? „Das schmeckt doch wie Kotze“, ruft die kleine Stefanie.
Doch Hugo ist da ganz anderer Meinung und schwärmt: „Hmmmm lecker, Kotze!“ Dass Hugo nicht ganz normal ist, habt Ihr wohl schon bemerkt. Das stimmt auch, denn Hugo ist kein Mensch, sondern ein Kobold und zwar genau so ein frecher wie Pumuckl, den Ihr sicher aus dem Fernsehen oder aus Büchern kennt.
Hugo und Stefanie sind die beiden Hauptfiguren in dem Theaterstück „Hugo oder Ein Mann für Mama“, das am Donnerstag von der Kindertheatergruppe Sonnenschein zum ersten Mal im Bodelschwinghhaus in Methler aufgeführt wurde. Stefanie liegt im Bett und will nicht zur Schule. Ihrer Mutter sagt sie, dass es ihr überhaupt nicht gut gehe. Das ist auch gar nicht gelogen, weil Stefanie jeden Tag traurig darüber ist, dass ihr Vater nicht mehr da ist. Vor vier Jahren ist er gestorben, seitdem lebt Stefanie allein mit ihrer Mutter und Marie, ihrer Schwester. Mit der streitet sich Marie andauernd. Wiebke Ligges (9) und Svenja Pschichholz (12), die die beiden Schwestern spielen, haben großen Spaß daran, sich Schimpfworte wie „doofe Kuh“ und „blödes Pickelgesicht“ an den Kopf zu werfen.
Als Stefanie später allein in ihrem Kinderzimmer liegt, steht plötzlich ein zotteliges Wesen vor ihrem Bett, das sich als waschechter Kobold namens Hugo vorstellt. „Ich will, dass du wieder glücklich wirst“, erklärt Hugo und hat gleich schon ein paar Vorschläge parat: mehr Taschengeld zum Beispiel oder dass Stefanie nicht mehr von ihrer Schwester geärgert wird oder aber, dass ihre Mutter sich bloß keinen neuen Mann sucht. Das möchte Stefanie nämlich um jeden Preis verhindern.
Ob es ihr gelingt, könnt Ihr selbst herausfinden, wenn Ihr Euch das Stück im Bodelschwinghhaus anschaut. Noch drei Mal, jeweils donnerstags – 24. Juni, 1. und 8. Juli, um 17 Uhr – führen die Kinder „Hugo oder Ein Mann für Mama“ auf. Die neunjährige Wiebke stand am Donnerstag zum ersten Mal in ihrem Leben auf der Bühne. „Das ist richtig aufregend“, erzählt sie in der Pause. Wenn ihr manchmal ihr Text nicht einfällt, hilft ihr die Gruppenleiterin Claudia Hinz heimlich auf die Sprünge. Spaß haben nicht nur die Kinder und Eltern im Zuschauerraum. „Wir finden das Stück total lustig“, sind sich Wiebke und Svenja einig. „Es macht Spaß, so viel Unsinn zu machen“, grinst Juliane Lahr. Kein Wunder, denn die 12-Jährige darf den frechen Hugo spielen. Die Rolle des Kobolds passe gut zu ihr, ,„weil ich auch so ein Typ bin“.
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