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Kamener meiden City samstags

17.02.2010 | 16:33 Uhr

Kamen. Während andere Innenstädte vor allem an Wochenenden sehr belebt sind, geht es in der Kamener City eher beschaulich zu. Eine Erfahrung, die Marcus Nüsken, Geschäftsführer der Lebensmittelkette Rewe-Nüsken, auch mit einer Zahl untermauern kann.

 „Seit dem Aus von Hertie beklagen wir an Samstagen einen Umsatz-Rückgang von 15 Prozent”, so Nüsken. Allerdings sieht er die Ursache dafür nicht nur darin, „dass in der Fußgängerzone ohne Hertie ein Magnet fehlt.” Vielmehr sei es auch auf die Uneinigkeit der Kamener Einzelhändler zurückzuführen, dass man an Wochenenden geringere Publikumsfrequenzen erzeuge als an den Markttagen Dienstag und Freitag. „Das liegt daran, dass es keine Verständigung auf einheitliche Ladenöffnungszeiten gibt”, so Nüsken. Manche Geschäfte schlössen samstags schon um 12 Uhr, andere um 13 oder um 14 Uhr. „Wir selbst schließen die Rewe-Filiale in der Adenauer Straße um 18 Uhr. An anderen Standorten in Kamen, etwa in der Mittelstaße oder in der Lünener Straße, ist erst um 20 bzw. um 21 Uhr Schluss.” Und im Gegensatz zur 1a-Lage in der City sei dort die letzte Stunde auch die umsatzstärkste.

Die Umsatzentwicklung an Samstagen in der City sei für ihn „ein Indiz, dass es hier eine untypische Entwicklung gibt”. Er hoffe darauf, dass es in der Nachfolge von Hertie bald eine Lösung gebe, die mehr Kundschaft in die Stadt bringt. Dass sein Unternehmen dabei auch als potenzieller Mieter für ein Branchen-Mixkonzept im ehemaligen Hertie-Haus genannt wird, verwundert ihn. „Mit uns hat niemand gesprochen, und ohne überhaupt Rahmenbedingungen zu kennen, macht es keinen Sinn, sich damit auseinanderzusetzen.” Ganz abgesehen davon habe man am jetzigen Standort einen Mietvertrag, der noch über mehrere Jahre laufe.

Uli Thormählen

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Kommentare
08.03.2010
19:15
Kamener meiden City samstags
von beatle79 | #1

Quatsch!!! die Öffnungszeitenunterschiede sind erstmal schnuppe. Gebt uns mal wieder einen Grund nach Kamen zu fahren.
Zudem ist Karstadt mit Sicherheit der Grund für den Umsatzrückgang. Dafür hat es sich nämlich gelohnt in die Stadt zu kommen.

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