Händler wollen über Parkgebühren diskutieren
18.02.2010 | 18:57 Uhr 2010-02-18T18:57:00+0100Kamen. Die neu aufflammende Debatte um eine Parkraumbewirtschaftung in der Stadt macht der Interessengemeinschaft der Innenstadtkaufleute KIG erhebliche Sorgen.
Wenn denn durch Parkgebühren Umsätze wegbrechen, dann könne das auch für einige Händler zur Existenzfrage werden, so der KIG-Vorsitzende Bernd Wenge.
„Wir wissen, dass wir durch den Verzicht der Stadt auf Parkgebühren seit Jahren einen Wettbewerbsvorteil haben”, so Wenge. Der Verzicht sei ja ausdrücklich zur Stärkung des Handelsstandortes erfolgt. Natürlich hätten die Händler den Anstoß nicht gegeben, von dieser Praxis abzuweichen.
Dass es bei der Parkraumbewirtschaftung um Einnahmen für die Stadt von bis zu einer Million im Jahr gehen könne, das habe auch ihn überrascht, so der Sparkassenvorstandsvorsitzende. Nun wolle man sich in der KIG erst einmal informieren lassen, auch über die Rechtslage, die ein städtischer Nothaushalt erzeuge. Wenge betont, man wisse nicht, welche Spielräume die Stadt überhaupt noch hat.
Wenn denn eine Parkraumbewirtschaftung unvermeidlich werde, dann wolle der Handel auch das begleiten, Vorstellungen zu Ausgestaltungsvarianten vorbringen und Strategien diskutieren. Der Handel wolle aber auch in den Entscheidungsprozess eigene Argumente eintragen.
Wenge: „Die Gewinnmargen im Handel sind nicht allzu groß.” Wie stark sich Parkgebühren auswirken würden, sei schwer anzusehen. Hier drohe ein „Liveexperiment”, dass nicht umkehrbar sei. Es gebe auch das Argument, dass Parkgebühren mehr freie Parkplätze schaffen könnten. Natürlich hänge die Attraktivität der Innenstadt nicht allein von dieser Frage ab. Dennoch erwartet Wenge eine ausgesprochen lebhafte Debatte. Bürgermeister Hermann Hupe habe sein Kommen zugesagt.
Zur außerordentlichen Mitgliederversammlung lädt die KIG am Dienstag, 2. März, ab 19.30 Uhr in den Vortragsraum der Sparkasse ein.
21:05
Kamen ist ja ganz nett, aber 500 Meter von der Ortsgrenze zu Dortmund entfernt hat Stadt doch eine ganz andere Dimension. Parkgebühren, Weltbild, 1-Euro-Shop und Co. gibt es bei den Nachbarn übrigens auch. Eine Bratwurst von Ebbinghaus nicht, aber die kostet zusammen mit den Parkgebühren dann bald das Doppelte... oder war da noch was?