Gruppe Reflex wird in der Weißen Straße kreativ
28.10.2009 | 22:30 Uhr 2009-10-28T22:30:00+0100
Kamen. Ein weiteres Stück Kultur lässt sich an der Künstlergasse nieder. Die Künstlergruppe Reflex hat sich an der Weißen Straße eingemietet und will dort künftig kreativ tätig sein.
Damit bezieht nach den Schiefertürmern eine zweite Künstlergruppe ein festes Quartier in Kamen. Das sei doch eine tolle Entwicklung in der Stadt, in der sich so noch stärker als bisher kreatives Potenzial konzentriere, ist Reimund Kasper überzeugt. Die von ihm ins Leben gerufene Gruppe will in ihren von der Kreistochter UKBS gemieteten Räumen kreativ arbeiten und Projekte entwickeln. Es gebe Mitglieder, die zwar Ateliers zum Beispiel in Gewerbehallen angemietet haben, diese aber im Winter nicht heizen können.
Außerdem befruchte die Arbeit in der Gruppe, so Kasper. Auch er selbst will deshalb künftig auch in der Weißen Straße aktiv werden. Ein Konkurrenzverhältnis zur Gruppe Schieferturm, die seit Jahren eigene Räume unter dem Dach der Diesterwegschule nutzt, sieht Kasper nicht. Hier gebe es ein freundschaftliches Verhältnis und viele Berührungspunkte.
Reflex verstehe sich als Gruppe von Künstlern, die professionell oder mit vergleichbarem Anspruch arbeiten. Auch Kunststudenten nehme die Gruppe auf, weil die auf dem Weg dazu seien, Kunst zu ihrem beruflichen Lebensmittelpunkt zu machen.
Im kommenden Jahr feiert die Gruppe Reflex ihren 10. Geburtstag. Im Frühjahr steht ein Workshop in Lauenburg an. Ein Höhepunkt des Jahres aber soll die Mitwirkung bei der Kunstmesse „art” in Kamen 2010 werden, die in die Schlussphase von Ruhr2010 fällt.
Für Reimund Kasper selbst endet 2010 sein berufliches Engagement im Fachbereich Kultur der Stadt. Er könne sich vorstellen, auch danach Kontakt zu halten zu von ihm ins Leben gerufenen Angeboten wie der Rathausgalerie. Er habe aber auch neue Pläne. „Ich bin ein unruhiger Geist”, so Kasper über Kasper. Und im Ruhestand habe er mehr Möglichkeiten, das auch auszuleben.
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