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Geteiltes Echo in der Konzertaula

15.11.2009 | 22:01 Uhr
Geteiltes Echo in der Konzertaula

Kamen. Nur einen Tag nach der Uraufführung brachte der Städtische Oratorienchor Kamen gemeinsam mit dem Chor der Konzertgesellschaft Schwerte und der Neuen Philharmonie Westfalen die dritte Sinfonie des Bochumer Komponisten Stefan Heucke zu Gehör.

Die beiden Chöre hatten das Werk selber bei Heucke in Auftrag gegeben. Eine mutige Entscheidung. Heucke komponierte ein tief religiöses, aber zugleich auch sperriges Werk.

Die Sinfonie mit dem Titel „Sch'má Jissra'él" („Höre Israel") behandelt vier Abschnitte aus den Büchern Mose, die jeweils einen Charakterzug des alttestamentarischen Gottes beschreiben: den einzigartigen und ausschließlichen Gott, den Gott der Gnade und Barmherzigkeit, den eifersüchtigen und strafenden Gott und den Gott des Segens und des Friedens.

Nicht alle Zuhörer mochten sich mit den atonalen Elementen und ungewohnten Klangbildern auseinandersetzen, und zogen es daher bereits nach den ersten beiden Sätzen vor, den Saal zu verlassen. Dadurch kamen sie allerdings auch nicht in den Genuss des Requiems op. 48 von Gabriel-Urbain Fauré, dem ebenfalls eine tiefe Religiösität zu Grunde liegt. Unterstützt wurden Chor und Orchester durch die Solisten Monika Meier-Schmid (Sopran) und James Tolksdorf (Bariton). Am Pult stand der Leiter der beiden Chöre, Franz-Leo Matzerath.

Peter Schröder

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